sagen:sbssur005
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| - | Einmal hat ein [[typ:Schäfer]] bei jenem Berge geweidet, dem ist plötzlich eine schöne | + | Einmal hat ein Schäfer bei jenem Berge geweidet, dem ist plötzlich eine schöne Jungfrau erschienen, die ein kurzes weißes Kleid und um den Leib ein schwarzes Gürtelband trug. Die hat ihn gefragt, ob er ihr helfen wolle, und als er ja gesagt, hat sie sich nach dem Berge zugewendet und ihm gewinkt, ihr zu folgen. Als er aber dort angelangt ist, da hat sich der Berg aufgetan, und es waren ein Gang und eine weite Halle zu sehen, an deren Ende ein breiter Wassergraben war, über den aber keine Brücke führte. Da hat das Mädchen gesagt: "Auf, springe hinüber!" |
| //Anm.: Gräfin Cosel, die seit 1716 auf Stolpen im alten Johannisturm gefangen saß, starb am 31. März 1765. Kurz vor ihrem Ende hatte sie ausdrücklich verlangt, daß ihr Körper auf dem bei Langenwolmsdorf liegenden Schafberg beerdigt werden solle (K. v. Webers Archiv für sächsische Geschichte, Bd. IX. S. 158). Ihre Beisetzung erfolgte aber still in der Schloßkapelle auf Stolpen. Das war die Ursache, daß man später nicht mehr wußte, wo sie begraben lag und daß die Sage sie in den Schafberg versetzte. Erst 1881 fand Prof. Dr. Steche bei seinen Untersuchungen des Schlosses Stolpen in den Ruinen der alten Schloßkapelle das Coselgrab. (Vgl. K.v. Weber, Anna Constance Gräfin von Cosel, a.a.O., Bd. IX, S.1 ff., 113 ff. - O.Wilsdorf, Gräfin Cosel, ein Lebensbild aus der Zeit des Absolutismus. Dresden 1890. - Bergblumen, Strehlen 1890, Nr.6, S. 42 - Mörtsch bei Meiche, Burgen, S. 50. - Einen kulturgeschichtlichen Roman, in dem August der Starke und die Gräfin Cosel im Mittelpunkt stehen, schreibt gegenwärtig Georg Freiherr von Ompteda. - Vgl. auch hier Nr. 140.)// | //Anm.: Gräfin Cosel, die seit 1716 auf Stolpen im alten Johannisturm gefangen saß, starb am 31. März 1765. Kurz vor ihrem Ende hatte sie ausdrücklich verlangt, daß ihr Körper auf dem bei Langenwolmsdorf liegenden Schafberg beerdigt werden solle (K. v. Webers Archiv für sächsische Geschichte, Bd. IX. S. 158). Ihre Beisetzung erfolgte aber still in der Schloßkapelle auf Stolpen. Das war die Ursache, daß man später nicht mehr wußte, wo sie begraben lag und daß die Sage sie in den Schafberg versetzte. Erst 1881 fand Prof. Dr. Steche bei seinen Untersuchungen des Schlosses Stolpen in den Ruinen der alten Schloßkapelle das Coselgrab. (Vgl. K.v. Weber, Anna Constance Gräfin von Cosel, a.a.O., Bd. IX, S.1 ff., 113 ff. - O.Wilsdorf, Gräfin Cosel, ein Lebensbild aus der Zeit des Absolutismus. Dresden 1890. - Bergblumen, Strehlen 1890, Nr.6, S. 42 - Mörtsch bei Meiche, Burgen, S. 50. - Einen kulturgeschichtlichen Roman, in dem August der Starke und die Gräfin Cosel im Mittelpunkt stehen, schreibt gegenwärtig Georg Freiherr von Ompteda. - Vgl. auch hier Nr. 140.)// | ||
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