sagen:satc183
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| ====== Der Bauer und das Männlein auf dem Kyffhäuser ====== | ====== Der Bauer und das Männlein auf dem Kyffhäuser ====== | ||
| - | Ein Bauer aus Gehofen wurde auf dem Wege nach Nordhausen von einem Männlein befragt, ob er ihm nicht seine Frucht verkaufen wolle. Da der Bauer nichts dawider hatte, so deutete ihm das Männlein an, den Berg hinauf zu fahren. Als sie nun zusammen oben angelangt waren, mußte er die Säcke vor einer Maueröffnung abladen und dann in eine Halle folgen, in der rings an den Wänden große Kasten standen, welche sämtlich mit Gold, Silber und Edelsteinen angefüllt waren. | + | Ein Bauer aus [[geo:Gehofen]] wurde auf dem Wege nach [[geo:Nordhausen]] von einem Männlein befragt, ob er ihm nicht seine Frucht verkaufen wolle. Da der Bauer nichts dawider hatte, so deutete ihm das Männlein an, den Berg hinauf zu fahren. Als sie nun zusammen oben angelangt waren, mußte er die Säcke vor einer Maueröffnung abladen und dann in eine Halle folgen, in der rings an den Wänden große Kasten standen, welche sämtlich mit Gold, Silber und Edelsteinen angefüllt waren. |
| - | Hier ," sagte das Männlein zu dem Bauer , welcher mit lüsternen Augen die funkelnden Schätze betrachtete, | + | "Hier," sagte das Männlein zu dem Bauer, welcher mit lüsternen Augen die funkelnden Schätze betrachtete, |
| Doch hast du mich belogen,\\ | Doch hast du mich belogen,\\ | ||
| - | so hast du dich betrogen ! “\\ | + | so hast du dich betrogen!"\\ |
| - | Der Bauer hörte diese Worte noch , als er den Berg hinabfuhr, und da er fürchtete, das Männlein werde ihm, wenn es den Betrug bemerke, nachfolgen und einen Streich spielen , so hieb er tüchtig auf seine Pferde und gelangte auch bald in ein am Fuße des Berges gelegenes Dorf. Hier wollte er die ermüdeten und vom Schweiße triefenden Rosse etwas verschnaufen lassen und bei der Gelegenheit sein Geld zählen. Kaum hatte er seine Pferde versorgt, so ging er in eine Stube und leerte seine Taschen. Aber was sah er da? Die großen funkelnden Goldstücke hatten sich in blinde, bleierne Münzen verwandelt. | + | Der Bauer hörte diese Worte noch, als er den Berg hinabfuhr, und da er fürchtete, das Männlein werde ihm, wenn es den Betrug bemerke, nachfolgen und einen Streich spielen, so hieb er tüchtig auf seine Pferde und gelangte auch bald in ein am Fuße des Berges gelegenes Dorf. Hier wollte er die ermüdeten und vom Schweiße triefenden Rosse etwas verschnaufen lassen und bei der Gelegenheit sein Geld zählen. Kaum hatte er seine Pferde versorgt, so ging er in eine Stube und leerte seine Taschen. Aber was sah er da? Die großen funkelnden Goldstücke hatten sich in blinde, bleierne Münzen verwandelt. |
| - | Kaum hatte sich der Bauer einigermaßen von seinem Schrecken erholt, so lief er eiligst wieder zum Kyffhäuser zurück. Der Weg wurde ihm entsetzlich sauer, denn das vorher schöne Wetter war plötzlich umgeschlagen, | + | Kaum hatte sich der Bauer einigermaßen von seinem Schrecken erholt, so lief er eiligst wieder zum [[region:Kyffhäuser]] zurück. Der Weg wurde ihm entsetzlich sauer, denn das vorher schöne Wetter war plötzlich umgeschlagen, |
| "Hast du mich belogen,\\ | "Hast du mich belogen,\\ | ||
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