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     Vrgl. Thüringen und der Harz , Bd . VII , p . 49-59 . Jovius Schwarzb . Chronik .     Vrgl. Thüringen und der Harz , Bd . VII , p . 49-59 . Jovius Schwarzb . Chronik .
  
-Bei Sondershausen im Fürstenthum Schwarzburg liegt gegen Abend ein hoher Berg, der Frauenberg, auf dem ehemals ein heiliger Hain und in demselben das Bild einer Göttin, der Fecha, gestanden haben soll. Auch sei man fleißig zu ihr auf den Gipfel des Berges gewallfahret und habe ihr reichliche Gaben an Wildbret und Geflügel als Opfer dargebracht. Am häufigsten sei dies zur Zeit des heutigen Osterfestes geschehen, wo der lieben Frau, so nannte man sie, viel dargebracht wurde. Nach Einführung des Christenthums verschwand aber ihr Bild und die Mutter Maria nahm ihre Stelle ein, der von Bonifacius auf dem Berge ein Tempel erbaut wurde. Auch zu diesem wallfahrtete man und brachte reichliche Opfer dar. So berichtet die Volkssage. Die Zeit hat jede Spur eines Tempels vertilgt und der heilige Hain ist gleichfalls verschwunden, aber noch immer besteigt das Volk am dritten Ostertage den Berg in großen Schaaren. Der Grund und die Bedeutung dieser Sitte ist ihm selbst nicht bekannt; es ist einmal so der Brauch. Man geht hin, mag es regnen oder schneien, ergötzt sich an der schönen Aussicht und nimmt von den kleinen Schraubenschnecken, die nur an diesem Berge vorkommen, einige als Andenken mit zurück.+Bei [[geo:Sondershausen]] im Fürstenthum Schwarzburg liegt gegen Abend ein hoher Berg, der Frauenberg, auf dem ehemals ein [[ding:goetzenhain|heiliger Hain]] und in demselben das Bild einer Göttin, der Fecha, gestanden haben soll. Auch sei man fleißig zu ihr auf den Gipfel des Berges gewallfahret und habe ihr reichliche Gaben an Wildbret und Geflügel als Opfer dargebracht. Am häufigsten sei dies zur Zeit des heutigen [[zeit:ostern|Osterfestes]] geschehen, wo der lieben Frau, so nannte man sie, viel dargebracht wurde. Nach Einführung des Christenthums verschwand aber ihr Bild und die [[vip:hlgmaria|Mutter Maria]] nahm ihre Stelle ein, der von [[vip:bonifatius|Bonifacius]] auf dem Berge ein Tempel erbaut wurde. Auch zu diesem wallfahrtete man und brachte reichliche Opfer dar. So berichtet die Volkssage. Die Zeit hat jede Spur eines Tempels vertilgt und der heilige Hain ist gleichfalls verschwunden, aber noch immer besteigt das Volk am dritten Ostertage den Berg in großen Schaaren. Der Grund und die Bedeutung dieser Sitte ist ihm selbst nicht bekannt; es ist einmal so der Brauch. Man geht hin, mag es regnen oder schneien, ergötzt sich an der schönen Aussicht und nimmt von den kleinen Schraubenschnecken, die nur an diesem Berge vorkommen, einige als Andenken mit zurück.
  
 An denselben Frauenberg ist noch folgende Sage geknüpft. Der Berg ist innen ganz hohl und in dem hohlen Berge ist ein großer See. Ueber den See ist ein blauer Himmel ausgespannt, an dem viele Sterne glänzen und sich gar herrlich in dem klaren Wasser wiederspiegeln. Auf der ruhigen Wasserfläche rudert aber seit Anbeginn der Welt in ewigen Kreisen ein silberweißer Schwan, der in seinem Schnabel einen goldenen Ring hält. Wenn der Schwan diesen Ring einmal fallen läßt, dann geht die Erde unter und das Ende der Welt ist da. An denselben Frauenberg ist noch folgende Sage geknüpft. Der Berg ist innen ganz hohl und in dem hohlen Berge ist ein großer See. Ueber den See ist ein blauer Himmel ausgespannt, an dem viele Sterne glänzen und sich gar herrlich in dem klaren Wasser wiederspiegeln. Auf der ruhigen Wasserfläche rudert aber seit Anbeginn der Welt in ewigen Kreisen ein silberweißer Schwan, der in seinem Schnabel einen goldenen Ring hält. Wenn der Schwan diesen Ring einmal fallen läßt, dann geht die Erde unter und das Ende der Welt ist da.
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