sagen:satc063
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:satc063 [2024/03/20 21:01] – angelegt ewusch | sagen:satc063 [2025/01/30 17:58] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Der Teufel als Freier auf Schloß Hartenberg ====== | ||
| + | Mündlich | ||
| + | Gottschalk, Ritterburgen VI, 144 ff | ||
| + | |||
| + | Unweit der Stadt Römhild lag gegen Osten zu auf einer Anhöhe zwischen den beiden Gleichbergen eine Burg der Grafen von Henneberg genannt Hartenberg. Nur wenige Schutthaufen bezeichnen ihr ehemaliges Dasein. Von dieser Burg erzählt man folgende Sage. | ||
| + | |||
| + | Ein Graf auf Hartenberg hatte eine einzige, wunderschöne Tochter. Viele Grafen und vornehme Herren warben um die Hand des schönen Fräuleins, aber keiner von ihnen fand Gehör bei dem alten Grafen. Da wurde eines Tages, als schon der Abend dämmerte, die Ankunft eines stattlichen, | ||
| + | |||
| + | Als das Fräulein den Ritter sah, entdeckte ihr scharfer Blick alsbald in der vermummten Gestalt des Fremdlings den wahrhaftigen Teufel. Aus Furcht vor dessen Rache, wenn sie ihm eine abschlägige Antwort geben würde, und gehorsam dem erklärten Willen ihres Vaters gewann sie es über sich, dem Bösen ihre Hand zuzusagen, jedoch unter einer Bedingung. Er sollte nämlich noch in derselben Nacht, ehe der Hahn den Morgen verkünden werde, um die schon befestigte Burg Hartenberg noch eine zweite Ringmauer aufführen, wenn er diesen Bau aber nicht zu Stande bringe, der Hand des Fräuleins verlustig werden. | ||
| + | |||
| + | Der Böse willigte in diesen Vorbehalt. In banger Erwartung brachte das Fräulein die Nacht hin, und das schauerliche Getöse, welches von allen Seiten zu ihren Ohren drang, ließ sie fürchten, daß der Unhold seine Zusage erfüllen werde, und schon meldete eine dienende Zofe, daß die Mauer bis auf ein kleines Stück aufgerichtet sei, und Tausende von Arbeitern wären beschäftigt, | ||
| + | |||
| + | Eben wurde die letzte Steinlast von des Teufels Gesellen über die Höhen bei Themar in der Luft dahergeführt , als in dem Dorfe Bergfeld der Hahn zum erstenmale krähte, und alsbald stürzte die letzte Steinbürde, | ||
| + | |||
| + | Noch heute sicht man bei Themar auf der Höhe eines Berges diesen „Feldstein“, | ||
| // | // | ||
sagen/satc063.1710964918.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
