sagen:satc009
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| + | ====== Ludwig demüthigt einen Herrn von Salza ====== | ||
| + | Leben des heil. Ludwig S. 49 ff. | ||
| + | Annall. Reinh. p. 195 sq. | ||
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| + | In der Zeit, als der Landgraf in Welschland am kaiserlichen Hofe zu Cremona verweilte und länger als zwei Jahre aus seinem Lande war, hatte ein Herr von Salza auf dem Aldenberge, auf dem Grund und Boden des Klosters Reinhardsbrunn, | ||
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| + | Der milde Fürst überlegte die Sache bei sich und erwog, was hier zu thun sei. Bald darauf kam er an einem Sonnabend mit wenig Leuten nach Reinhardsbrunn, | ||
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| + | Nach dem Hochamt und der Messe hatten die Herren des Klosters dem Landgrafen ein köstliches Mahl bereitet und den Tisch wohl gedeckt und man that sich gütlich an Speise und Trank. Solches war früher nicht geschehen. Denn wenn der Landgraf das Kloster besuchte und darin Wohnung nahm, so war er mit Speise und Trank selbst versehen und brachte Futter mit für seine Pferde, denn es wäre ihm leid gewesen, das Gotteshaus zu Kosten und Aufwand zu nöthigen. Als man gegessen und wohl gelebt hatte und der Landgraf mit seinen Leuten wieder von dannen reiten wollte, rief er seinen Kammermeister und gebot ihm, daß er vergüten und bezahlen sollte, was man verzehrt und verthan hätte. Als dieser zu den Herren des Klosters kam und ihnen die Rede und den Willen seines Herrn mittheilte, entgegneten sie: Lieber Kammermeister, | ||
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| + | So zwang ihn der Herr, daß er bezahlte die Zehrung bis auf den letzten Pfennig. | ||
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