sagen:sat289a
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| Thuringia. 1843. 325 ff. | Thuringia. 1843. 325 ff. | ||
| - | 1. | + | Die [[wesen: |
| - | Die Unstrutnixe, | + | |
| - | + | ||
| - | 2. | + | |
| - | Eine blutarme Wittwe brachte einst ganz allein ihren wenigen Flachs an die Unstrut zum Rösten und weinte heftig dabei, weil ihr einziges Töchterlein erst vor einigen Wochen ins Wasser gefallen und spurlos verschwunden war. Die Thränen rollten ihr hellglänzend über die Wangen und mischten sich mit den Wellen. „meine Tochter, mein liebes, einziges Töchterchen!" | + | |
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| - | 3. | + | |
| - | Einige Knaben spielten einmal in der Nähe der Unstrut. " | + | |
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| - | " | + | |
| - | in dem tiefen Wasserloch; | + | |
| - | Wassernixe bist getroffen, | + | |
| - | Wassernixe, lebst du noch?" | + | |
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| - | Bei jedem Wurfe schäumten und braussten die Fluthen ärger und immer ärger. Dieses machte den Knaben viel Vergnügen und sie fanden eitel Lust daran und sezten darum ihr Spiel eifrig fort. Plötzlich stand aber die Wassernige mitten unter ihnen und keiner hatte gesehen, woher sie gekommen war. Sie blickte zornig und strafend umher, erfasste den Angeber beim Haar und sprang mit ihm die Tiefe hinab. Die übrigen Knaben zitterten und bebten und konnten vor Schreck nicht von der Stelle. Ein gellender Schrei aus der Tiefe sagte ihnen, dass die Nixe den Knaben todt gemacht habe. Bald darauf färbte sich auch das Wasser röthlich. | + | |
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| - | 4. | + | |
| - | Von Herrn K. Aue in Weimar. Schriftl. Mittheilung. | + | |
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| - | Zwei Mädchen gingen einmal an der Unstrut spazieren. Die eine rief nach dem felsigen Ufer zeigend: siehest du dort die schöne Leinwand und die gestickten Tücher? " Die andere verneinte verwundert und die Gefährtin bezeichnete ihr die Stelle ganz genau, aber umsonst. Da sprach jene: "nun wenn du es siehest, so hole es doch; bücke dich hinab, ich will dich halten." | + | |
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| - | 5. | + | |
| - | Thuringia. 1843. S. 344 f. | + | |
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| - | Ein Müller an der Unstrut wollte das Wehr, das die Wogen schon zweimal zerrissen hatten, wieder aufbauen lassen und besprach sich deshalb mit einem Baumeister. Unsere Mühe ist umsonst,“ sagte dieser dem Müller ins Ohr", | + | |
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