sagen:sat174
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| - | Als die Kirche zu Stadt Ilm erbaut wurde, suchten die Mönche nicht nur die Bürger sondern auch die Landleute zu reichlichen Beiträgen zu bereden. Sie stellten den Leuten das gute Werk so süss mit so vielen Verheissungen vor, dass fast Jedermann über sein Vermögen zu geben sich bestrebte. Damals lebte auch eine arme Witwe in der Stadt mit sechs Kindern, welche ein kleines Häuschen und ein einziges Goldstückchen in ihrem Vermögen hatte. Zu dieser kam wiederholt ein Mönch und redete ihr in aller Weise eindringlich zu, ihren güldenen Sparpfennig zum Kirchenbau beizusteuern; | + | Als die Kirche zu [[geo: |
| - | Als nun nach einigen Jahren die Kirche eingeweiht werden soll und von allen Orten viel Volk dazu herbeikommt, | + | Als nun nach einigen Jahren die Kirche eingeweiht werden soll und von allen Orten viel Volk dazu herbeikommt, |
| Darauf wird die Wittwe in der Kirche gleich neben den Altar oben an gestellt. Während nun der Priester den Segen über die Gemeinde spricht, greift der jüngste Knabe der Witwe zufällig in seine Tasche und findet das bekannte Goldstück seiner Mutter darin. Da erkennt das Volk den Finger Gottes und die Witwe wird einstimmig zur Verwalterin des Gottesfastens erwählt und zugleich bestimmt, dass dieses Amt für alle Zeit bei ihrer Familie verbleiben soll. Diese soll jedoch vor nicht langer Zeit davon abgekommen sein. | Darauf wird die Wittwe in der Kirche gleich neben den Altar oben an gestellt. Während nun der Priester den Segen über die Gemeinde spricht, greift der jüngste Knabe der Witwe zufällig in seine Tasche und findet das bekannte Goldstück seiner Mutter darin. Da erkennt das Volk den Finger Gottes und die Witwe wird einstimmig zur Verwalterin des Gottesfastens erwählt und zugleich bestimmt, dass dieses Amt für alle Zeit bei ihrer Familie verbleiben soll. Diese soll jedoch vor nicht langer Zeit davon abgekommen sein. | ||
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