sagen:sat088
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| Chr. Spangenberg Mansfeldische Chron. Bl. 247. | Chr. Spangenberg Mansfeldische Chron. Bl. 247. | ||
| - | Vor dem sogenannten Welphesholze in der Feldmark zwischen Helmsdorf und Gerbstedt, wo im Jahre 1115 die Schlacht zwischen Kaiser Heinrich V. und den Sachsen vorfiel, liegt ein Stein, der die Eigenschaft hat, bei Gewittern ganz zu erweichen und erst nach einiger Zeit wieder hart zu werden. Er ist voller Nägel geschlagen und man sieht auf ihm ganz deutlich den Eindruck einer Hand und eines Daumens. Graf Hoyer von Mansfeld, des Kaisers Oberfeldherr, | + | Vor dem sogenannten Welphesholze in der Feldmark zwischen Helmsdorf und [[geo:Gerbstedt]], wo im Jahre 1115 die Schlacht zwischen |
| - | Zu seinen Ehren und zum Andenken an diesen Sieg liessen die Sachsen die Bildsäule eines geharnischten und gehelmten Mannes mit dem eisernen Streitkolben in der rechten Hand und dem sächsischen Wappen in der linken aufrichten an der Stätte, wo die Schlacht geschehen war. Diese Bildsäule nannte man Jodute und die Landleute gingen fleissig dahin zu beten und auch die Priesterschaft ehrte sie als ein heiliges Bild. Kaiser Rudolf aber, als er 1289 zu Erfurt Reichstag hielt, liess sie wegnehmen, weil man fast Abgötterei damit trieb, und eine Kapelle an deren Stelle bauen. Allein das Volk verehrte noch einen Weidenstock in dieser Kapelle, von dem die Priester sagten, er habe in jener Schlacht Jodute gerufen und dadurch den Sieg zu Wege gebracht. | + | Zu seinen Ehren und zum Andenken an diesen Sieg liessen die Sachsen die Bildsäule eines geharnischten und gehelmten Mannes mit dem eisernen Streitkolben in der rechten Hand und dem sächsischen Wappen in der linken aufrichten an der Stätte, wo die Schlacht geschehen war. Diese Bildsäule nannte man Jodute und die Landleute gingen fleissig dahin zu beten und auch die Priesterschaft ehrte sie als ein heiliges Bild. [[vip: |
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