sagen:sat027
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| - | Ritterliche Abentheuer suchte der junge Graf [[vip: | + | Ritterliche Abentheuer suchte der junge Graf [[vip: |
| - | Der Graf nahm den Vorschlag an, liess sich den Teufel und der Frauen Schöne blenden und kam auf den bestimmten Tag, liess in dem Walde seine Hörner erschallen und ermunterte durch Zuruf die Hunde. Inzwischen sass der Pfalzgraf in einem Bade, wie das so bestimmt und verabredet war. Alsbald lief Frau Adelheid stürmisch über ihren Mann und sprach höhnisch zu ihm: „dieweil du hier sitzest und pflegst deines Leibes Gemüthlichkeit, | + | Der Graf nahm den Vorschlag an, liess sich den [[wesen:Teufel]] und der Frauen Schöne blenden und kam auf den bestimmten Tag, liess in dem Walde seine Hörner erschallen und ermunterte durch Zuruf die Hunde. Inzwischen sass der Pfalzgraf in einem Bade, wie das so bestimmt und verabredet war. Alsbald lief Frau Adelheid stürmisch über ihren Mann und sprach höhnisch zu ihm: „dieweil du hier sitzest und pflegst deines Leibes Gemüthlichkeit, |
| Bei diesen Worten fuhr der Pfalzgraf aus dem Bade, warf einen Mantel über sein Badehemd, fiel auf einen Hengst und jagte dem Grafen Ludwig nach mit Geschrei und strafte ihn mit Worten, dieser aber wandte sich gegen ihn und stach ihn nieder mit seinem Jagdspiess. Als so der Pfalzgraf Friedrich erstochen war, wurde grosse Klage erhoben von seinen Freunden und von seinem Weibe, wiewohl ihr das nicht sehr leid war, und man begrub ihn zu Goseck in dem Münster, das an der Saale liegt neben der Neuenburg und von demselben Pfalzgrafen gestiftet war ; an die Stätte aber, wo er ermordet wurde, hat man zum ewigen Gedächtniss ein steinernes Kreuz gesezt, daran auf der einen Seite ein Jagdspiess, auf der andern aber diese Worte eingehauen stehen: | Bei diesen Worten fuhr der Pfalzgraf aus dem Bade, warf einen Mantel über sein Badehemd, fiel auf einen Hengst und jagte dem Grafen Ludwig nach mit Geschrei und strafte ihn mit Worten, dieser aber wandte sich gegen ihn und stach ihn nieder mit seinem Jagdspiess. Als so der Pfalzgraf Friedrich erstochen war, wurde grosse Klage erhoben von seinen Freunden und von seinem Weibe, wiewohl ihr das nicht sehr leid war, und man begrub ihn zu Goseck in dem Münster, das an der Saale liegt neben der Neuenburg und von demselben Pfalzgrafen gestiftet war ; an die Stätte aber, wo er ermordet wurde, hat man zum ewigen Gedächtniss ein steinernes Kreuz gesezt, daran auf der einen Seite ein Jagdspiess, auf der andern aber diese Worte eingehauen stehen: | ||
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