sagen:sat025
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| - | Am Hofe des Kaisers Konrad lebten zwei Brüder, welche aus dem Geschlechte der fränkischen Könige Karl und Ludwig waren und nahe Verwandte der Kaiserin Gisela. Der eine hiess Graf Hugo, war reich und begütert und wollte keinem Herrn als Dienstmann angehören ausser den Bischöfen von Fulda und Mainz. Sein Bruder wurde genannt [[vip: | + | Am Hofe des [[vip: |
| - | Als der Graf Hugo gestorben war, erbte sein Sohn Wichmann das väterliche Besitzthum, weil er aber etwas schwachsinnig war, so wurden ihm die Lehen, die sein Vater vom bischöflichen Stuhle in Mainz inne gehabt hatte, entzogen und einem andern gegeben. Als dieses Wichmann vernahm, ging er mit einigen Begleitern nach Mainz und drang, sei es im Wahnsinn oder aus übergrossem Zorn, weil seine Lehen auf einen andern übertragen waren, in das Gemach des Bischofs, der eben mit den andern geistlichen Herren einen Rath hielt, und erstach sofort den jenigen, welcher seine Lehen erhalten und inne hatte. Obwohl er schnell nach der Thüre eilte und zu entkommen suchte, ward er doch ergriffen | + | Als der Graf Hugo gestorben war, erbte sein Sohn Wichmann das väterliche Besitzthum, weil er aber etwas schwachsinnig war, so wurden ihm die Lehen, die sein Vater vom bischöflichen Stuhle in [[geo:Mainz]] inne gehabt hatte, entzogen und einem andern gegeben. Als dieses Wichmann vernahm, ging er mit einigen Begleitern nach Mainz und drang, sei es im Wahnsinn oder aus übergrossem Zorn, weil seine Lehen auf einen andern übertragen waren, in das Gemach des Bischofs, der eben mit den andern geistlichen Herren einen Rath hielt, und erstach sofort den jenigen, welcher seine Lehen erhalten und inne hatte. Obwohl er schnell nach der Thüre eilte und zu entkommen suchte, ward er doch ergriffen und für seine Frevelthat mit dem Tode bestraft. |
| - | Sein Gut und Erbe fiel nun dem Grafen Ludwig mit dem Barte zu. Dieser war am kaiserlichen Hofe gross, gewaltig und angesehen, denn er zeigte in allen Geschäften besondere Geschicklichkeit, | + | Sein Gut und Erbe fiel nun dem Grafen Ludwig mit dem Barte zu. Dieser war am kaiserlichen Hofe gross, gewaltig und angesehen, denn er zeigte in allen Geschäften besondere Geschicklichkeit, |
| Auch erbaute er mit des Kaisers Erlaubniss auf einem Berge neben der genannten Loibe eine feste Burg, genannt die Schauenburg, | Auch erbaute er mit des Kaisers Erlaubniss auf einem Berge neben der genannten Loibe eine feste Burg, genannt die Schauenburg, | ||
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