sagen:sagenundvolksmaehrchen27
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| + | ====== Der Löwenkampf ====== | ||
| + | Aus Hammelmann’s Oldenburgscher Chronik. | ||
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| + | Einst lebte zu [[geo: | ||
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| + | Da schrieb einmal der [[vip: | ||
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| + | „Was soll ich da? ich gehe doch bald heim zu meinen Vätern. Mögen sie immer ohne mich abthun, wozu ich ohnehin nicht mehr tauge!“ und ließ sich entschuldigen. | ||
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| + | Aber da gab’s um den Kaiser herum Liebediener, | ||
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| + | Da ließ Heinrich eine neue Ladung an ihn ergehen: daß er kommen solle und kommen müsse. Auch solle er einen starken Kämpfer mitbringen, der mit des Kaisers Kämpfern nach Frieser Art stritte. | ||
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| + | „Nun, so will ich reisen,“ sprach der alte Huno, „Gott wird mir ja beistehen.“ | ||
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| + | In Begleitung seines Sohnes Friedrich reiste er nach [[geo: | ||
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| + | Der tief gebeugte Vater flehte zu Gott, daß er ihm, wie einst dem Abraham, seinen Sohn erhalten möge; und dann that er ein Gelübde, im Fall sein Friedrich siegen werde, zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria ein Kloster zu stiften. | ||
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| + | Friedrich ging muthvoll zum harten Kampfe. Sinnreich hatte er aber eine ausgestopfte männliche Figur mit sich genommen; die hielt er dem Löwen vor, und während das getäuschte Thier diese ergriff und zerriß, durchstieß ihn Friedrich, und verließ als Sieger die Schranken. | ||
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| + | Mit offenen Armen empfing ihn der Kaiser, umgürtete ihn mit einem Kriegsgürtel, | ||
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| + | Nun beschenkte er ihn noch mit einem Ringe und mit verschiedenen bei der Stadt [[geo: | ||
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| + | Der alte Huno, seines Gelübdes eingedenk, stiftete das Kloster Rastedt. Den Degen, womit Friedrich den Löwen erlegte, hat man noch viele Jahrhunderte nachher in der Rüstkammer zu Oldenburg sehen können. | ||
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