sagen:sagenundvolksmaehrchen23
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| Volkssagen von Otmar, S. 169. | Volkssagen von Otmar, S. 169. | ||
| - | Wenn man von [[geo: | + | Wenn man von [[geo: |
| - | Zur Zeit der [[typ:flut|Sündfluth]], als das Wasser der Nordsee die Thäler und Ebenen von [[land: | + | Zur Zeit der Sündfluth, als das Wasser der Nordsee die Thäler und Ebenen von [[land: |
| - | Da erbebte unter ihren Füßen der Fels, auf dem sie standen. Zwischen ihnen riß er aus einander. Beide Theile wichen zurück, als wollten sie die Liebenden trennen, aber fest schlangen diese ihre zitternden Hände in einander, und fest blieben sie verschlungen, | + | Da erbebte unter ihren Füßen der Fels, auf dem sie standen. Zwischen ihnen riß er aus einander. Beide Theile wichen zurück, als wollten sie die Liebenden trennen, aber fest schlangen diese ihre zitternden Hände in einander, und fest blieben sie verschlungen, |
| - | Ilse hieß die [[typ:Jungfrau]]. Sie gab dem reizenden Thale, dem Flüßchen, das es durchläuft, | + | Ilse hieß die Jungfrau. Sie gab dem reizenden Thale, dem Flüßchen, das es durchläuft, |
| - | Einst fand sie einmal am frühen Morgen einen armen [[typ:Köhler]], der in den Wald gehen wollte, an der Ilse sitzen. Er grüßte sie freundlich, und da winkte sie ihm, mitzugehen. Er folgte, und bald standen sie vor dem großen Felsen. Da nahm sie ihm den [[typ:Ranzen]] ab, klopfte drei Mal mit einem weißen Stäbchen an, und der Ilsenstein that sich aus einander. Sie ging hinein, brachte nach einer kleinen Weile wohlgefüllt den Ranzen zurück, gab ihn dem Köhler, befahl ihm aber ernstlich, ihn ja nicht früher zu öffnen, als bis er wieder in seiner Hütte wäre. Er versprach’s, | + | Einst fand sie einmal am frühen Morgen einen armen Köhler, der in den Wald gehen wollte, an der Ilse sitzen. Er grüßte sie freundlich, und da winkte sie ihm, mitzugehen. Er folgte, und bald standen sie vor dem großen Felsen. Da nahm sie ihm den Ranzen ab, klopfte drei Mal mit einem weißen Stäbchen an, und der Ilsenstein that sich aus einander. Sie ging hinein, brachte nach einer kleinen Weile wohlgefüllt den Ranzen zurück, gab ihn dem Köhler, befahl ihm aber ernstlich, ihn ja nicht früher zu öffnen, als bis er wieder in seiner Hütte wäre. Er versprach’s, |
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