sagen:sagenschwaben373
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| + | ====== Graf Ulrich und Wendelgard ====== | ||
| + | Zu Buchhorn am Ufer des Bodensees, da, wo jetzt Friedrichshafen liegt, wohnte zur Zeit, als Burkhard Herzog in Schwaben war, Graf Ulrich V. (Udalrich), ein Nachkomme Karls des Großen und Herr im Linzgau. Er war vermählt mit der schönen Wendilgard, einer Gräfin von Eberstein, Enkelin Heinrichs des Voglers, der nachgehends Kaiser wurde. Da geschah es, dass die Ungarn Deutschland verheerten und auch Oberschwaben, | ||
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| + | Als sie im Jahr 919 in gleicher Absicht mit Bewilligung des Bischofs nach Buchhorn gegangen war und sehr viele Arme sich herbeidrängten, | ||
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| + | Bald darauf wurde Wendelgard gesegneten Leibes, starb aber kurz vor ihrer Niederkunft. Das Kind indes wurde sogleich aus dem Leib der toten Mutter herausgeschnitten und gerettet. Es war ein schöner, zarter Knabe, den man dem heiligen Gallus weihte und im Kloster zu St. Gallen sorgfältig erzog, woselbst er später auch Abt geworden ist. Er hieß Burkhard und erhielt von den Klosterbrüdern den Zunamen der Angeborene (inenitus), weil die Mutter gelobt hatte, wenn sie einen Sohn gebäre, denselben dem Kloster zu weihen. | ||
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