sagen:sagenschwaben186
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| + | ====== Die Tänzerin und der Teufel ====== | ||
| + | Mündlich aus Bühl und Wurmlingen | ||
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| + | In Weitingen bei Horb war ein schönes Bauernmädchen, | ||
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| + | Da kam eines Tags ein Wagen mit zwei schwarzen Rappen vorgefahren. In dem Wagen saßen zwei Herren, die stiegen aus, gingen in die Gaststube und forderten von der Wirthin etwas zu trinken. Als sie es gebracht hatte, mußte sie sich zu den beiden Gästen in die Mitte setzen, und da konnte sie nun nicht wieder loskommen. Da merkte sie, daß jetzt ihr Stündlein nahe sei. Sie gestand daher die ganze Geschichte ihrem Manne und bat ihn, einen Pater zu holen. Da ritt der Mann eilig nach Hechingen und holte einen Kapuziner; der kam mit seiner Stola angethan und zwang den Teufel, daß er die Handschrift herausgeben mußte, worauf er mit fürchterlichem Gestanke abgezogen sein soll. | ||
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| + | Fast dieselbe Geschichte erzählt man von einer Wirthin aus Hochdorf, die hatte auch durch einen Bund mit dem Teufel am schönsten tanzen können und hatte deshalb den Wirth zum Manne bekommen. Nach zwanzig Jahren war ihre Zeit umgewesen. Da war eben in dem Wirthshause eine Hochzeit, als der Teufel in der Gestalt eines Jägers hereintrat. Die Wirthin schrie laut auf, gestand Alles ihrem Manne und der holte noch zeitig einen Klosterherrn aus Horb; der nöthigte den Teufel, die Verschreibung wieder herzugeben. Und als der Teufel nun nichts mehr machen konnte, ging er fort; nahm aber seinen Weg nicht durch die Thür, sondern riß eine Wand mit sich fort, und ließ einen so furchtbaren Gestank zurück, daß die Hochzeitsgäste alsbald das Wirthshaus verlassen mußten. | ||
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sagen/sagenschwaben186.1738080577.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
