sagen:sagenschwaben151b
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| + | ====== Der Durchzug des Mutesheeres 2 ====== | ||
| + | Eine mündliche Überlieferung aus Thieringen | ||
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| + | Durch das Dorf Thieringen, im Oberamt Balingen gelegen, kam sonst alljährlich das Mutesheer mit Saus und Braus und zog namentlich durch ein bestimmtes Haus, in welchem man deshalb immer Türen und Fenster aufmachen musste, sobald man es kommen hörte. Da dachte einstmals der Hausherr, er wolle doch einmal aufbleiben und zusehen, was es mit dem Mutesheer denn eigentlich auf sich habe, und blieb deshalb, als es eben hindurchfuhr, | ||
| + | Da rief aber eine Stimme: »Streich dem da die Spältle zu!« | ||
| + | Und alsbald däuchte es dem Mann, als ob ihm jemand mit dem Finger um die Augen herumfahre, worauf er plötzlich erblindete. Alle Mittel, die er anwandte, um wieder sehend zu werden, halfen nichts. | ||
| + | Da gab ihm eines Tages jemand den Rat, er solle doch das nächste Mal, wenn das Mutesheer wieder durch sein Haus fahre, sich ins Zimmer setzen. Schaden werde es auf keinen Fall. Diesem Rat folgte der Mann, und als das Heer im folgenden Jahr wiederum hindurchzog, | ||
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