sagen:sagenschwaben008a
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| + | ====== Die Hebamme in den Urschelberg geholt 1 ====== | ||
| + | Eine mündliche Überlieferung aus Pfullingen | ||
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| + | Einst kam ein Mann nach Pfullingen gelaufen und holte eine Hebamme in das Schloss des Urschelbergs. Nach einer anderen Aussage holte er sie in einem Wagen ab, und der sei so schnell gefahren, als ob der Wind ihn durch die Luft getrieben habe. Nachdem die Hebamme sodann die Frau des Mannes entbunden, reichlich gegessen und getrunken hatte, sprach der Mann: »Geld hab ich nicht. Aber deinen Lohn hab ich dir da in die Schachtel gelegt!« | ||
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| + | Mit diesen Worten überreichte er ihr eine Schachtel, die sie nahm und damit fortging. Weil die Schachtel aber so sehr leicht war, so war die Frau neugierig zu wissen, was sie enthalten möchte, öffnete sie und sah beim Licht ihrer Laterne – denn es war Nacht – dass drei Strohhalme darin lagen. Etwas ärgerlich machte sie die Schachtel wieder zu und ließ bei der Gelegescheit einen Strohhalm herausfallen. Als sie aber am anderen Morgen zu ihrem Mann sagte, »Jetzt guck auch nur einmal, was ich gestern verdient habe!« und die Schachtel aufmachte, da lagen zwei Stangen helles, schweres Gold darin. Jetzt hat sie auch den dritten Strohhalm noch gesucht, aber nicht mehr gefunden. | ||
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