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sagen:sagenpotsdam28

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 ====== Der alte Jäger ====== ====== Der alte Jäger ======
  
-In dem halbverfallenen einsamen Plantagenhause im Walde an der Saarmunder Straße hat lange Zeit ein alter Heideläufer von kleiner schmächtiger Gestalt gelebt, der wegen seines schweigenden, ernsten Wesens und seiner im Winter und Sommer sich immer gleich bleibenden, durch Schnee und Sonne verblichenen grünen Tracht, so wie durch sein fast kahles Haupt und die scharfen, tief eingegrabenen Züge eines Gesichts Jedermann auffiel. Holzdiebe und Wildschützen fürchteten ihn sehr.+In dem halbverfallenen einsamen Plantagenhause im Walde an der Saarmunder Straße hat lange Zeit ein alter [[lex:Heideläufer]] von kleiner schmächtiger Gestalt gelebt, der wegen seines schweigenden, ernsten Wesens und seiner im Winter und Sommer sich immer gleich bleibenden, durch Schnee und Sonne verblichenen grünen Tracht, so wie durch sein fast kahles Haupt und die scharfen, tief eingegrabenen Züge eines Gesichts Jedermann auffiel. Holzdiebe und Wildschützen fürchteten ihn sehr.
  
 Überall trat er diesen in den Weg, und wohl bekannt war es, daß mehr als einer, der sich dem Alten widersetzte, sein Leben eingebüßt hatte. Der Glaube, daß derselbe an mehreren Orten zugleich im Walde sein könne, war allgemein verbreitet, und schien durch unwiderlegliche Beispiele bewiesen. Mag dem nun aber sein wie ihm wolle, jedem war es unheimlich in der Heide, wenn er unvermuthet den Alten mit leisem und doch festem Tritte aus dem Dickicht auf sich zukommen sah; der ihn dann mit den kleinen, durchdringenden Augen so fest und forschend ansah, die schon so manches Jahr eben so fest in die Sonne und den Sturm geblickt hatten. Überall trat er diesen in den Weg, und wohl bekannt war es, daß mehr als einer, der sich dem Alten widersetzte, sein Leben eingebüßt hatte. Der Glaube, daß derselbe an mehreren Orten zugleich im Walde sein könne, war allgemein verbreitet, und schien durch unwiderlegliche Beispiele bewiesen. Mag dem nun aber sein wie ihm wolle, jedem war es unheimlich in der Heide, wenn er unvermuthet den Alten mit leisem und doch festem Tritte aus dem Dickicht auf sich zukommen sah; der ihn dann mit den kleinen, durchdringenden Augen so fest und forschend ansah, die schon so manches Jahr eben so fest in die Sonne und den Sturm geblickt hatten.
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 //Quelle: [[autor:karlvonreinhard|Karl v. Reinhard]], [[buch:sagenpotsdam|Sagen und Mährchen aus Potsdams Vorzeit]], Potsdam 1841, Verlag der Stuhrschen Buchhandlung// //Quelle: [[autor:karlvonreinhard|Karl v. Reinhard]], [[buch:sagenpotsdam|Sagen und Mährchen aus Potsdams Vorzeit]], Potsdam 1841, Verlag der Stuhrschen Buchhandlung//
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-{{tag>sagen karlvonreinhard sagenpotsdam potsdam markbrandenburg jäger mitternacht hexe blocksberg brockenholzhauer weisheit fischotter keiler wilddieb nuthe v2}}+{{tag>sagen karlvonreinhard sagenpotsdam potsdam markbrandenburg jäger mitternacht hexe blocksberg brocken heideläufer holzhauer weisheit fischotter keiler wilddieb nuthe v2}}
sagen/sagenpotsdam28.1706870332.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)