sagen:sagenpotsdam03
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| Der Kriwe aber war bei dem neuen Fürsten in der Burg, und als nun Chocus kam mit seinem Knechte, ließ er ihn in einen tiefen Kerker werfen, ohne Luft und Speise, damit er umkomme. Dieser jedoch öffnete ihm in der zweiten Nacht die Thür, und er floh zu den Wilzan nach Dragowit. Der nahm ihn freundlich auf, und hätte ihn gern in sein Erbe gesetzt, doch fürchtete er den Ober-Kriwen, | Der Kriwe aber war bei dem neuen Fürsten in der Burg, und als nun Chocus kam mit seinem Knechte, ließ er ihn in einen tiefen Kerker werfen, ohne Luft und Speise, damit er umkomme. Dieser jedoch öffnete ihm in der zweiten Nacht die Thür, und er floh zu den Wilzan nach Dragowit. Der nahm ihn freundlich auf, und hätte ihn gern in sein Erbe gesetzt, doch fürchtete er den Ober-Kriwen, | ||
| - | Als sie aber über den tiefen Schnee nach der Hütte unter den Eichen kamen, fanden sie das schöne weiße Mädchen starr und todt. Von der Stunde an hat der junge Held nie wieder gelacht, sein dunkles Auge erlosch, und sein Haupt wurde Burg auf der Stelle, wo die Hütte stand, und nannte sie Pozdupini, d. h. unter den Eichen. Weil er ein gar guter Herr war, sammelten sich viele Einwohner auf dem Werder, der nach ihm Chocie genannt wurde, und bald entstand ein kleiner Ort um die Burg. Oft erwähnen alte Chroniken des Volksstamms der [[volk:Chocini]], und erzählen gar mancherlei von deren Anhänglichkeit und Liebe zu ihrem Fürsten. | + | Als sie aber über den tiefen Schnee nach der Hütte unter den Eichen kamen, fanden sie das schöne weiße Mädchen starr und todt. Von der Stunde an hat der junge Held nie wieder gelacht, sein dunkles Auge erlosch, und sein Haupt wurde Burg auf der Stelle, wo die Hütte stand, und nannte sie Pozdupini, d. h. unter den Eichen. Weil er ein gar guter Herr war, sammelten sich viele Einwohner auf dem Werder, der nach ihm Chocie genannt wurde, und bald entstand ein kleiner Ort um die Burg. Oft erwähnen alte Chroniken des Volksstamms der Chocini, und erzählen gar mancherlei von deren Anhänglichkeit und Liebe zu ihrem Fürsten. |
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