sagen:sagenpotsdam02
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| In dieser Nacht wachte aber seine Frau auf, als er wieder: „nein! nein!“ rief, und als sie hörte, was der böse Geist wollte, kam sie herbei und beredete den Mann, sie müßten eine Seele weg geben, damit sie nicht Alle umkämen. Als nun aber der Mann ja gesagt hatte, und der böse Geist eins der neun Kinder haben wollte, da schrie und heulte das Weib so, daß dem Geiste bange wurde, und als der Mond aufging, mußte er weg. Vorher aber fuhr er mit seiner Hand über den Kopf der Frau; da gingen alle ihre schönen langen Haare aus, die nahm der böse Geist mit und sagte: „Warte!“ | In dieser Nacht wachte aber seine Frau auf, als er wieder: „nein! nein!“ rief, und als sie hörte, was der böse Geist wollte, kam sie herbei und beredete den Mann, sie müßten eine Seele weg geben, damit sie nicht Alle umkämen. Als nun aber der Mann ja gesagt hatte, und der böse Geist eins der neun Kinder haben wollte, da schrie und heulte das Weib so, daß dem Geiste bange wurde, und als der Mond aufging, mußte er weg. Vorher aber fuhr er mit seiner Hand über den Kopf der Frau; da gingen alle ihre schönen langen Haare aus, die nahm der böse Geist mit und sagte: „Warte!“ | ||
| - | Die andere Nacht klopfte der böse Geist an die Thür, rief den Mann leise heraus und führte ihn auf den Berg bei [[geo: | + | Die andere Nacht klopfte der böse Geist an die Thür, rief den Mann leise heraus und führte ihn auf den Berg bei [[geo:kleinglienicke|Glienicke]], |
| Da führte der Geist den armen Mann an den Bach und lehrte ihm eine Mühle bauen, deren Rad das Wasser trieb. Das war die erste Wassermühle weit und breit in diesen Landen, und dreimal vierzig Jahre hat auf drei Hahnenrufe weit keine andere gebaut werden können. Der Mann aber wurde gar reich und lebte lange, und die neun Kinder waren seine Mühlknappen. Da kam die Pest ins Land; alle die Kinder starben nur er blieb leben in der Mühle und seine Frau; doch da er sich sehr grämte, starb er auch bald, und die Mutter begrub ihn zu den neun Söhnen, wo jetzt die große Linde vor dem Försterhause steht. | Da führte der Geist den armen Mann an den Bach und lehrte ihm eine Mühle bauen, deren Rad das Wasser trieb. Das war die erste Wassermühle weit und breit in diesen Landen, und dreimal vierzig Jahre hat auf drei Hahnenrufe weit keine andere gebaut werden können. Der Mann aber wurde gar reich und lebte lange, und die neun Kinder waren seine Mühlknappen. Da kam die Pest ins Land; alle die Kinder starben nur er blieb leben in der Mühle und seine Frau; doch da er sich sehr grämte, starb er auch bald, und die Mutter begrub ihn zu den neun Söhnen, wo jetzt die große Linde vor dem Försterhause steht. | ||
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