sagen:sagenlegendeneifel1-29
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| ====== Die Klöppelarmee und die Schlacht bei Arzfeld ====== | ====== Die Klöppelarmee und die Schlacht bei Arzfeld ====== | ||
| - | Im Jahre 1794 brach eine französische Revolutionsarmee verheerend in das trierische Land ein. Auch die Westeifel wurde von ihr besetzt. Am 7. Oktober 1794 schlugen die Franzosen bei Dauvelshausen auf der Hochebene östlich der Our und westlich von Neuerburg (Kreis Bitburg) ein Lager auf, und die benachbarte Gegend wurde von etwa 30.000 Franzosen überschwemmt. Da die Österreicher und Preußen, die den kühn vordringenden französischen Truppen in Belgien entgegengetreten waren, sich besiegt über den Rhein zurückziehen mussten, war es den Franzosen leicht, das ganze linksrheinische Gebiet der Rheinlande in Besitz zu nehmen und ihre Herrschaft dort dauernd zu begründen. Bereits 1795 kam die Westeifel mit dem ganzen linken Rheinufer unter französische Verwaltung. Überall wurden französische Behörden in feierlicher Weise eingesetzt. Das Zeichen der neuen Herrschaft war der mit Bändern reich geschmückte Freiheitsbaum, | + | Im Jahre 1794 brach eine französische Revolutionsarmee verheerend in das trierische Land ein. Auch die Westeifel wurde von ihr besetzt. Am 7. Oktober 1794 schlugen die Franzosen bei Dauvelshausen auf der Hochebene östlich der Our und westlich von Neuerburg (Kreis Bitburg) ein Lager auf, und die benachbarte Gegend wurde von etwa 30.000 Franzosen überschwemmt. Da die Österreicher und Preußen, die den kühn vordringenden französischen Truppen in Belgien entgegengetreten waren, sich besiegt über den Rhein zurückziehen mussten, war es den Franzosen leicht, das ganze linksrheinische Gebiet der Rheinlande in Besitz zu nehmen und ihre Herrschaft dort dauernd zu begründen. Bereits 1795 kam die Westeifel mit dem ganzen linken Rheinufer unter französische Verwaltung. Überall wurden französische Behörden in feierlicher Weise eingesetzt. Das Zeichen der neuen Herrschaft war der mit Bändern reich geschmückte Freiheitsbaum, |
| Von wem der Aufstand angeregt und geleitet wurde, ist nicht ausgemacht. Ohne Zweifel wurde er von dem Adel des Landes, dem man seine Güter und Vorrechte genommen hatte, geschürt. Nachts wurden heimlich in den Wäldern die nötigen Vorbereitungen getroffen. In der letzten Oktoberwoche 1798 brach der Aufstand aus. 1500 bis 2000 Bauern, mit Klöppeln((Daher der Name der Armee)), Heugabeln und Gewehren bewaffnet, waren freiwillig oder durch Drohungen gezwungen zum Kampf bereit. Am 25. Oktober kamen Klöppelmänner nach Daleiden. Die Sturmglocke läutete, und eine Anzahl junger Leute aus dem Dorf schloss sich ihnen an. Im Ganzen waren es etwa 300 Mann, die abends um 11 Uhr über Eschfeld nach Leidenborn zogen. Gegen Tagesanbruch kamen sie dort an. Den französischen Kommissar Konz und vier Gendarmen nahmen sie gefangen. Gegen 8 Uhr traten sie den Rückzug über Eschfeld, Dahnen und Dasburg an und kamen abends nach Hofingen in Luxemburg, wo sie die Gefangenen in Sicherheit brachten. Am folgenden Morgen((Sonntag, | Von wem der Aufstand angeregt und geleitet wurde, ist nicht ausgemacht. Ohne Zweifel wurde er von dem Adel des Landes, dem man seine Güter und Vorrechte genommen hatte, geschürt. Nachts wurden heimlich in den Wäldern die nötigen Vorbereitungen getroffen. In der letzten Oktoberwoche 1798 brach der Aufstand aus. 1500 bis 2000 Bauern, mit Klöppeln((Daher der Name der Armee)), Heugabeln und Gewehren bewaffnet, waren freiwillig oder durch Drohungen gezwungen zum Kampf bereit. Am 25. Oktober kamen Klöppelmänner nach Daleiden. Die Sturmglocke läutete, und eine Anzahl junger Leute aus dem Dorf schloss sich ihnen an. Im Ganzen waren es etwa 300 Mann, die abends um 11 Uhr über Eschfeld nach Leidenborn zogen. Gegen Tagesanbruch kamen sie dort an. Den französischen Kommissar Konz und vier Gendarmen nahmen sie gefangen. Gegen 8 Uhr traten sie den Rückzug über Eschfeld, Dahnen und Dasburg an und kamen abends nach Hofingen in Luxemburg, wo sie die Gefangenen in Sicherheit brachten. Am folgenden Morgen((Sonntag, | ||
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