sagen:sagenlegendeneifel1-21
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| + | ====== Die Gründung des Klosters zu Prüm ====== | ||
| + | Anfang des 8. Jahrhunderts stand an der Stelle der ehemaligen Kreisstadt Prüm inmitten großer Wälder eine fränkische Villa. Wann sie erbaut worden war, ist nicht bekannt. Sie gehörte einer reichen und vornehmen fränkischen Witwe namens Berta oder Bertrada. Diese hatte sich der Überlieferung gemäß mit ihrem Sohn Charibert auf ihre Burg zu Mürlenbach an der Kyll zurückgezogen, | ||
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| + | Mit besonderer Huld nahm sich Pippin der Kleine der Stiftung Bertradas an, indem er ihr zunächst neue Schenkungen zuwandte und dann auch neue und großartige Gebäude aufführen ließ. In wahrhaft fürstlicher Weise stattete er das Kloster durch reiche Vermächtnisse im Jahre 762 aus. In der betreffenden Urkunde, die auch von Pippins Söhnen Karl und Karlmann sowie von neun Bischöfen und zwölf Grafen unterschrieben wurde, heißt es unter anderem: | ||
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| + | »Es ist allen Völkern nah und fern bekannt, dass wir mit unserer Gattin Bertrada aus Liebe zum heiligen Erlöser wie auch zu Ehren der Gottesmutter Maria und der seligen Apostelfürsten Petrus und Paulus, des heiligen Johannes des Täufers, der heiligen Märtyrer Stephanus, Dionysius und Mauritius und der heiligen Bekenner Martinus, Vedastus und Germanus ein Kloster auf unserem Eigentum erbaut haben, das an den Grenzen des Bid- und Ardennengaues liegt, dort, wo der Tettenbach in die Prüm fließt. In der Kirche des Klosters aber haben wir Reliquien von den Sandalen unseres Herrn Jesu Christi, von seiner Mutter Maria und den anderen oben erwähnten Heiligen niedergelegt. Dorthin werden wir Mönche berufen, welche nach Vorschrift der alten Väter einen heiligen Wandel führen, in stiller Zurückgezogenheit und ungestörtem Frieden allzeit Gott mit freudigem Herzen dienen und in treuer Beobachtung der Regel nach dem Beispiel der Väter für das Wohl der Kirche, für die lange Dauer unseres Reiches, für unsere Gattin, unsere Kinder und das katholische Volk zu Christus unserem Herrn beten sollen. Wir müssen also daran denken, dass die Priester und Mönche in dem neu von uns gegründeten Kloster auch ohne Sorge leben können, damit der Hirte, der uns die Herde anvertraute, | ||
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| + | Auch in der Folgezeit erfreute sich das Kloster Prüm der besonderen Gunst der fränkischen Könige. | ||
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