sagen:sagenlegendeneifel1-17
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| + | ====== Die Hexe von Ulmen ====== | ||
| + | In alten Zeiten lebte in Ulmen eine Mutter mit ihrer Tochter Gerta. Sie besaßen nur ein Häuschen mit einem Gärtchen davor sowie eine Wiese, die für ihre Kuh das nötige Futter lieferte. Trotzdem waren sie gut gekleidet und hatten stets bares Geld im Haus, ja Gerta tat sogar vornehm und hochmütig. Selbst angesehene und reiche Burschen warben um Gertas Hand, aber alle wies sie ab. Keiner war ihr gut genug gewesen. Die Leute meinten, Mutter und Tochter seien heimlich der Hexerei ergeben, zumal jene ein scheues, zurückhaltendes Wesen an den Tag legten und ihr Häuschen an manchen Abenden abschlossen. | ||
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| + | Einst kam ein Schmiedegeselle in das Dorf, den niemand kannte. Zum Erstaunen aller verlobte sich Gerta mit ihm, was natürlich die von ihr abgewiesenen reichen Burschen ärgerte. Wohl hörte der Schmied das Gerede über seine Braut, aber er legte ihm anfangs keine Bedeutung bei. Allmählich erwachte doch ein leises Misstrauen in ihm, und er wollte der Sache auf den Grund gehen. | ||
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| + | Am ersten Maiabend beschloss er, seine Braut zu besuchen, um noch etwas mit ihr zu plaudern. Zu seiner Bewunderung aber fand er die Tür verschlossen, | ||
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| + | Gerta gab ihm gute Worte und sagte zu ihm: »Entschuldige, | ||
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| + | Sie verwies ihn in eine Ecke, versprach ihm, bald wiederzukommen, | ||
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| + | Der Schmied fiel in einen tiefen Schlaf, der sehr lange dauerte. Als er erwachte, war von den Hexen nichts mehr zu sehen. Er aber befand sich in einem fremden Land, wo ihn niemand verstand. Erst nach langer, mühevoller Wanderung kam er wieder in seine Heimat zurück. Von Gerta aber wollte er nichts mehr wissen. | ||
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