sagen:sagenlegendeneifel1-04
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| ====== Die Gefangenen von Altenahr ====== | ====== Die Gefangenen von Altenahr ====== | ||
| - | Das Schloss Altenahr diente den Kölner Erzbischöfen als Gefängnis. Konrad von Hochstaden, der mit der Kölner Bürgerschaft in Streit geraten war, ließ acht angesehene Bürger verhaften und nach Altenahr bringen. 1261 starb Konrad, und sein Nachfolger wurde der bisherige Propst von St. Gereon, Engelbert II. von Falkenburg (1261 bis 1275). Als er bald nach seiner Wahl nach Altenahr kam, um die Huldigung entgegenzunehmen, | + | Das [[burg: |
| Zwar hatten sie die Hoffnung auf Befreiung aufgegeben; es schien, als müssten sie in dem Gefängnis ihr letztes Stündlein erwarten. Niedergeschlagen und der Verzweiflung nahe verlebten sie einen Tag um den anderen. Overstolz hatte noch am meisten Zuversicht und Lebensmut und versuchte nach Kräften seine Leidensgenossen aufzuheitern. Um ihnen etwas Abwechselung und Zeitvertreib zu bieten, hatte er eine Maus gezähmt, und das muntere und zutrauliche Tierchen bereitete ihnen manche Kurzweil und verscheuchte Sorge und Gram vorübergehend aus ihrem Herzen. Eines Tages aber entschlüpfte die Maus in ein Loch. Mit den Händen grub Overstolz nach der Maus. Er hatte nicht lange gearbeitet, als er auf einen Meißel und eine scharfe Feile stieß. Die Gefangenen erblickten darin wertvolle Hilfsmittel, | Zwar hatten sie die Hoffnung auf Befreiung aufgegeben; es schien, als müssten sie in dem Gefängnis ihr letztes Stündlein erwarten. Niedergeschlagen und der Verzweiflung nahe verlebten sie einen Tag um den anderen. Overstolz hatte noch am meisten Zuversicht und Lebensmut und versuchte nach Kräften seine Leidensgenossen aufzuheitern. Um ihnen etwas Abwechselung und Zeitvertreib zu bieten, hatte er eine Maus gezähmt, und das muntere und zutrauliche Tierchen bereitete ihnen manche Kurzweil und verscheuchte Sorge und Gram vorübergehend aus ihrem Herzen. Eines Tages aber entschlüpfte die Maus in ein Loch. Mit den Händen grub Overstolz nach der Maus. Er hatte nicht lange gearbeitet, als er auf einen Meißel und eine scharfe Feile stieß. Die Gefangenen erblickten darin wertvolle Hilfsmittel, | ||
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