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sagen:sagenderlausitz058

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-====== Der Wassermann und die Angler ======+====== Der Wassermann als Karpfen ======
  
-Die [[region:schwarzeelster|Schwarze Elster]] ist zwischen [[geo:Wittichenau]] und [[geo:kottenwittichenau|Kotten]] sehr tief. Dort gab es immer sehr viel Fische, vor allem KarpfenDeswegen liebten die Angler aus Wittichenau diese Stelle besonders und saßen geduldig oft viele Stunden langum einige fette Karpfen an die Angel zu bekommenDas war für den Wassermann eine gute Gelegenheitallerlei Schabernack zu treiben. Er faßte den Regenwurm an der Angel und zupfte daranwie es die Karpfen tun, wenn sie angebissen haben. Zog der Angler dann die Schnur aus dem Wasser, so war nichts dran+In [[geo:Gleina]] wohnte einst ein Mann, der gern Fische fingEinmal ging er mit Angel und Netz zum Bach an jene Stelle, die „Kadolby" genannt wirdEs war gegen Mittagund da der Fischer an diesem Tage besonderes Glück hatte, wurde das Netz auch ziemlich voll. Zuletzt fing er noch einen großen Karpfen; der hatte keinen Schwanz. Er steckte ihn erfreut in sein Netzwarf es über die Schulter und wollte nach Hause gehen
  
-Manchmal wieder hing er einen alten Frosch an den Angelhaken und freute sich, wenn der Angler statt eines Fisches das zappelnde Tier herauszog und ärgerlich wurdeHatte der Wassermann schlechte Launedann verfitzte er die Angelschnur zwischen Wurzel und Baumstümpfen.+Im Dorf schlug es gerade 12 Uhr. Da rüsteten sich die Fische zur MittagsmahlzeitIm Wasser entstand ein Plätschern, und die Fische riefen einander zu: „Kommt, kommt!“ Als alle beisammen waren, zählten sie nach, ob auch keiner fehlePlötzlich begann ein lautes Rufen: „Großer Fisch ohne Schwanz, wo bist du denn? Großer Fisch ohne Schwanz, wo bist du denn?" 
  
-Doch erzählten die Leute auch Gutes von ihm. Wenn nämlich Bauernknechte in der Schwarzen Elster angeltenum sich durch den Verkauf der Fische ein paar Pfennige nebenbei zu verdienen, und wenn es brave und tüchtige Kerle warenso hing ihnen der Wassermann viele fette Karpfen oder große Hechte an die Angel.+Als der große Karpfen in des Fischers Netz das hörteantwortete er: „Ich leide im Netz große Qual beim zwickenden Krebs und beim Aal! Ich leide im Netz große Qual beim zwickenden Krebs und beim Aal!" Da wurde dem Fischer unheimlich zumute. Er warf das Netz mit den Fischen und den Krebsen ins Wasser zurück und eilte nach Hause. Jetzt wußte erdaß der große Karpfen in Wirklichkeit der [[wesen:Wassermann]] gewesen war. Nie wieder ging er an jene Stelle fischen
  
 //Quelle: [[autor:erichkrawc|Erich Krawc]], [[buch:sagenderlausitz|„Sagen der Lausitz“]],  Domowina Verlag 1962;// //Quelle: [[autor:erichkrawc|Erich Krawc]], [[buch:sagenderlausitz|„Sagen der Lausitz“]],  Domowina Verlag 1962;//
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sagen/sagenderlausitz058.1704973712.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)