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sagen:sagenderlausitz010

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 +> Sage des Monats Januar 2024
  
 ====== Die Sage von den Hahnebergen ====== ====== Die Sage von den Hahnebergen ======
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 Das Graumännlein schaffte das Werkzeug weg und kehrte mit dem Lohn zurück. Für jedes Hufeisen einen Groschen, das ergab ein ganzes Säckchen voll! Der Schmied aber dachte bei sich: „Wenn ich nur schon aus dem Berge heraus wäre!" Der Alte führte ihn wieder zum Eingang der Höhle, lobte seine Arbeit und fragte schließlich: „Sage mir doch, ob die dunklen Vögel mit den roten Ohrflecken noch draußen um den Berg fliegen?" Der Schmied antwortete: „Ja, die sieht man hier noch." Da klagte das Männlein: „Oh, da muß ich noch lange hier verbleiben, denn eher darf ich nicht fort, als diese Vögel verschwunden sein werden." Darauf verabschiedete es sich, die Höhle öffnete sich, und der Schmied trat wieder in den sonnigen Tag. Das Tor schlug zu, und an seiner Stelle dehnte sich eine Sandgrube. Als der Bursche sich dem rechten Weg zuwandte, wunderte er sich, daß die Kiefern plötzlich fast acht [[lex:elle|Ellen]] hoch waren; hatten sie ihm doch, als er in den Berg ging, kaum bis zu den Knien gereicht! Er zählte den Jahreswuchs und fand sieben neue Astquirle! Sieben Jahre war er also im Berg gewesen, und die Worte des Männleins waren in Erfüllung gegangen, daß er sieben Zeiten dort bleiben mußte, nachdem er einen der Reiter berührt hatte. Das Graumännlein schaffte das Werkzeug weg und kehrte mit dem Lohn zurück. Für jedes Hufeisen einen Groschen, das ergab ein ganzes Säckchen voll! Der Schmied aber dachte bei sich: „Wenn ich nur schon aus dem Berge heraus wäre!" Der Alte führte ihn wieder zum Eingang der Höhle, lobte seine Arbeit und fragte schließlich: „Sage mir doch, ob die dunklen Vögel mit den roten Ohrflecken noch draußen um den Berg fliegen?" Der Schmied antwortete: „Ja, die sieht man hier noch." Da klagte das Männlein: „Oh, da muß ich noch lange hier verbleiben, denn eher darf ich nicht fort, als diese Vögel verschwunden sein werden." Darauf verabschiedete es sich, die Höhle öffnete sich, und der Schmied trat wieder in den sonnigen Tag. Das Tor schlug zu, und an seiner Stelle dehnte sich eine Sandgrube. Als der Bursche sich dem rechten Weg zuwandte, wunderte er sich, daß die Kiefern plötzlich fast acht [[lex:elle|Ellen]] hoch waren; hatten sie ihm doch, als er in den Berg ging, kaum bis zu den Knien gereicht! Er zählte den Jahreswuchs und fand sieben neue Astquirle! Sieben Jahre war er also im Berg gewesen, und die Worte des Männleins waren in Erfüllung gegangen, daß er sieben Zeiten dort bleiben mußte, nachdem er einen der Reiter berührt hatte.
  
-Er eilte nach Hause. Doch im Dorfe flüchteten die Kinder erschreckt vor ihm - einen so langen, furchterregenden Bart hatte er. Im Elternhause fand er fremde Menschen vor. Was, du bist der Schmiede-Handrij?" fragten sie verwundert. Deine Eltern sind vor vier Jahren aus Gram gestorben, und wir haben das Haus dann gepachtet." Da ging er zum Bürgermeister, erhielt sein Haus zurück, und bald feierte er mit Nachbars Hanka Hochzeit und lebte lange mit ihr zusammen.+Er eilte nach Hause. Doch im Dorfe flüchteten die Kinder erschreckt vor ihm - einen so langen, furchterregenden Bart hatte er. Im Elternhause fand er fremde Menschen vor. "Was, du bist der Schmiede-Handrij?" fragten sie verwundert. "Deine Eltern sind vor vier Jahren aus Gram gestorben, und wir haben das Haus dann gepachtet." Da ging er zum Bürgermeister, erhielt sein Haus zurück, und bald feierte er mit Nachbars Hanka Hochzeit und lebte lange mit ihr zusammen.
  
 //Quelle: [[autor:erichkrawc|Erich Krawc]], [[buch:sagenderlausitz|„Sagen der Lausitz“]],  Domowina Verlag 1962;// //Quelle: [[autor:erichkrawc|Erich Krawc]], [[buch:sagenderlausitz|„Sagen der Lausitz“]],  Domowina Verlag 1962;//
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sagen/sagenderlausitz010.1704895486.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)