sagen:sagenderlausitz010
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:sagenderlausitz010 [2024/01/10 07:53] – angelegt ewusch | sagen:sagenderlausitz010 [2025/01/30 17:57] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| **[[buch: | **[[buch: | ||
| - | [[sagen: | + | [[sagen: |
| + | > Sage des Monats Januar 2024 | ||
| + | ====== Die Sage von den Hahnebergen ====== | ||
| + | |||
| + | An einem schönen Maienmorgen befand sich ein Schmiedegesell, | ||
| + | |||
| + | Plötzlich erschrak der Schmied. Vor ihm senkte sich der Weg und führte geradewegs durch ein großes, geöffnetes Tor in den Berg hinein. Er getraute sich nicht weiter. Da gewahrte er neben dem Tor ein altes, graues Männlein, das ihm winkte, näher zu kommen. Zögernd trat der Schmied heran. Das Männlein bedeutete ihm, daß er sich nicht zu fürchten brauche, und fragte ihn, ob er etwa von Beruf Schmied sei. Als der Bursche bejahte, bat ihn der Alte, ihm doch einen Dienst zu erweisen, bevor er heimkehre; es solle gut gelohnt werden. Der Schmied war dazu bereit und schritt durch das Tor in den Berg. Hier war es wie in einem riesigen gewölbten Saal, und eine geheimnisvolle Helligkeit herrschte, obwohl keine Fenster zu erkennen waren. | ||
| + | |||
| + | Auf der linken Seite stand eine große Schar bewaffneter Soldaten in schwarzen Uniformen. Dreispitzige Hüte dienten ihnen als Kopfbedeckung. Mit beiden Händen hielten sie altertümliche Lanzen umfaßt und schliefen stehend mit geneigtem Haupte. Lange Bärte waren ihnen bis zur Erde hinabgewachsen. Zur rechten Seite stand ein Regiment Reiter in roten Rüstungen und Ritterhelmen und mit Schwertern gegürtet. Sie saßen auf schwarzen Pferden und schliefen ebenfalls geneigten Hauptes. Auch ihnen waren lange Bärte gewachsen. | ||
| + | |||
| + | Das graue Männlein deutete auf die Reiter und sagte: „Beschlage ihre Pferde! Wenn du deine Sache gut machst, erhältst du für jeden Huf einen Groschen, Da liegen die Eisen, und das Werkzeug bringe ich dir sogleich.“ Als der Graubart mit dem Werkzeug zurückkehrte, | ||
| + | |||
| + | Der Schmied ging an seine Arbeit und achtete wohl darauf, daß er keinen Reiter berührte. Er beeilte sich und war bald mit der ersten Reihe fertig. Auch das erste Pferd in der zweiten Reihe war schon beschlagen. Doch war es hier etwas eng, und unversehens stieß er einen der Reiter ans Bein. Das graue Männlein stöhnte, während der Reiter erwachte und fragte: „Ist es nun Zeit?" | ||
| + | |||
| + | „Nein*, sagte der Graubart, „noch nicht! Neige dich und schlafe!" | ||
| + | |||
| + | Das Graumännlein schaffte das Werkzeug weg und kehrte mit dem Lohn zurück. Für jedes Hufeisen einen Groschen, das ergab ein ganzes Säckchen voll! Der Schmied aber dachte bei sich: „Wenn ich nur schon aus dem Berge heraus wäre!" | ||
| + | |||
| + | Er eilte nach Hause. Doch im Dorfe flüchteten die Kinder erschreckt vor ihm - einen so langen, furchterregenden Bart hatte er. Im Elternhause fand er fremde Menschen vor. "Was, du bist der Schmiede-Handrij?" | ||
| + | |||
| + | //Quelle: [[autor: | ||
| + | ---- | ||
| + | {{tag> | ||
sagen/sagenderlausitz010.1704869639.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
