Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:sagenderlausitz005

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:sagenderlausitz005 [2024/02/02 10:45] ewuschsagen:sagenderlausitz005 [2025/01/30 17:57] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 17: Zeile 17:
 Eine ähnliche Sage berichtet, daß eine kranke Zigeunerin, die mit ihrer Familie nach Bautzen gekommen war, nirgends in der Stadt Aufnahme gefunden habe; endlich erbarmten sich die mitleidigen Insassen eines Hauses in der Mönchskirche der armen Heimatlosen, nahmen sie auf und pflegten die Kranke, bis sie genesen war. Beim Abschiede sagte die Zigeunerin: »Liebe Leute! Wir sind arm und können euch nichts geben für eure Liebe und Güte. Eins aber wollen wir euch zurücklassen: Ich will den Feuersegen über euer Haus sprechen, der soll 100 Jahre wirken!" Darauf stieg die Zigeunerin auf das Dach des Hauses und sprach dort die Zauberformel. Beim Weggehen sagte sie noch zu ihren freundlichen Wirtsleuten: „Sollte einmal ein Brand bei euch ausbrechen, so deckt nur schnell einen Kuchendeckel auf den Schornstein!" Der Feuersegen der Zigeunerin bewährte sich 100 Jahre und länger. Obwohl die Hütten innerhalb der Mönchskirche, die feuergefährdetsten in der ganzen Stadt waren, blieben sie doch immer vom Feuer verschont, so daß man in Bautzen sagte: „ln der [[kirche:mönchskirchebautzen|Mönchskirche]] brennt es nicht." Bin einziges Mal geriet dort ein Schindeldach in Brand, die Flammen wurden jedoch schnell mit einem Kuchendeckel erstickt. Eine ähnliche Sage berichtet, daß eine kranke Zigeunerin, die mit ihrer Familie nach Bautzen gekommen war, nirgends in der Stadt Aufnahme gefunden habe; endlich erbarmten sich die mitleidigen Insassen eines Hauses in der Mönchskirche der armen Heimatlosen, nahmen sie auf und pflegten die Kranke, bis sie genesen war. Beim Abschiede sagte die Zigeunerin: »Liebe Leute! Wir sind arm und können euch nichts geben für eure Liebe und Güte. Eins aber wollen wir euch zurücklassen: Ich will den Feuersegen über euer Haus sprechen, der soll 100 Jahre wirken!" Darauf stieg die Zigeunerin auf das Dach des Hauses und sprach dort die Zauberformel. Beim Weggehen sagte sie noch zu ihren freundlichen Wirtsleuten: „Sollte einmal ein Brand bei euch ausbrechen, so deckt nur schnell einen Kuchendeckel auf den Schornstein!" Der Feuersegen der Zigeunerin bewährte sich 100 Jahre und länger. Obwohl die Hütten innerhalb der Mönchskirche, die feuergefährdetsten in der ganzen Stadt waren, blieben sie doch immer vom Feuer verschont, so daß man in Bautzen sagte: „ln der [[kirche:mönchskirchebautzen|Mönchskirche]] brennt es nicht." Bin einziges Mal geriet dort ein Schindeldach in Brand, die Flammen wurden jedoch schnell mit einem Kuchendeckel erstickt.
  
-Schließlich muß aber der [[typ:Feuersegen]] der Zigeunerin doch unwirksam geworden sein, denn am 11. Februar 1894 wurden die armseligen Hütten innerhalb der Mönchskirche ein Raub der Flammen.+Schließlich muß aber der Feuersegen der Zigeunerin doch unwirksam geworden sein, denn am 11. Februar 1894 wurden die armseligen Hütten innerhalb der Mönchskirche ein Raub der Flammen.
  
 //Quelle: [[autor:erichkrawc|Erich Krawc]], [[buch:sagenderlausitz|„Sagen der Lausitz“]],  Domowina Verlag 1962;// //Quelle: [[autor:erichkrawc|Erich Krawc]], [[buch:sagenderlausitz|„Sagen der Lausitz“]],  Domowina Verlag 1962;//
 ---- ----
-{{tag>sagen erichkrawc sagenderlausitz vonschlimmenzeiten v2x}}+{{tag>sagen erichkrawc sagenderlausitz vonschlimmenzeiten 1894 v2a}}
sagen/sagenderlausitz005.1706867151.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)