sagen:sagenbuesching074
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| + | ====== Die Tidianshöle bei Schloß Falkenstein am Harz ====== | ||
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| + | Ihr Eingang, der sehr niedrig und beschwerlich ist, befindet sich am Fuße eines der Seltenberge, | ||
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| + | Eine unter dem gemeinen Manne sehr verbreitete Sage macht diese weitläuftige unterirdische Höle zu einer Goldgrube, in der mancher Schatzgräber, | ||
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| + | Unter allen diesen fabelhaften Sagen von der goldreichen Höle des Tidians ist folgende am meisten in der Gegend verbreitet, und trägt am unverkennbarsten den romantischen Charakter der grauen Vorzeit, in welchem wir fast immer die rächende Nemesis, dem Verbrechen auf dem Fuße folgend, erblicken. | ||
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| + | Vor mehrern Jahrhunderten lebte auf der alten Burg im Dienste eines Grafen von Falkenstein ein frommer gottesfürchtiger Schäfer. Eines Tages, es war der [[zeit: | ||
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| + | So setzte er geraume Zeit, seine Entdeckung in den sichernden Schleier des Geheimnisses gehüllt, seine Gänge zur Höle des Ueberflusses und von da zu dem Goldschmidt nach Magdeburg fort. | ||
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| + | Nun begab es sich, daß sein Herr, der [[familie: | ||
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| + | Der Graf von Falkenstein, | ||
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| + | Arglos erzählte er auf das Geheiß seines Herrn diesem sein glückliches Abentheuer, und erbot sich, ihn zu der wunderbaren Höle des Tidian zu geleiten. Kaum war der Graf von Falkenstein auf seiner Burg angelangt, als er in Begleitung seines Schäfers den Weg zur Höle antrat, und die magische Kraft der [[typ: | ||
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| + | Der Graf entzückt über den glücklichen Ausgang seiner ersten Wanderung, erdrückte fast mit Liebkosungen den ehrlichen Schäfer, den er als den Urheber seines künftigen unermeßlichen Reichthums pries, und wiederholte bald in seiner Begleitung die Wallfahrt zur Höle des Tidian mit eben so glücklichem Erfolge. Doch seine mit dem zunehmenden Reichthum wachsende Habsucht, seine unersättliche Goldgier peinigte ihn Tag und Nacht mit dem Gedanken, seine Schätze mit Jemanden theilen zu müssen, und der quälende Argwohn, daß sein Schäfer das Geheimniß der Höle weiter verbreiten und ihn so um den größten Theil seiner von der Zukunft gehofften unermeßlichen Schätze bringen könne, verdrägte bald jedes menschliche Gefühl aus seiner Brust, und verleitete ihn zu der fürchterlichen Grausamkeit, | ||
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| + | Sein Wunsch ward erhört, denn obgleich der Eingang zu der Höle des Tidians noch heut zu Tage existirt, so findet man doch nirgends mehr die Oeffnung zu der goldreichen Grotte, und obgleich bereits ein lahmer und ein stummer Herr von der Asseburg (von welchem Letztern sich das Bildniß noch in dem Rittersaale befindet) auf dem Falkenstein residirt haben sollen, so möchte doch wohl der dritte und letzte, der zur Oeffnung der Höle erfordert wird, umsonst erwartet werden, da nun schon seit 50 Jahren die alte Burg unbewohnt steht. | ||
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sagen/sagenbuesching074.1676033143.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
