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sagen:sagenbuesching069d

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 Kopfschüttelnd ging er in das Dorf hinein und nach seiner Hütte. Er fand sie sehr verfallen und vor ihr lag ein fremder Hirtenknabe in zerrissenem Kittel, neben einem abgezehrten Hunde, der ihn zähnefletschend angrinzte, als er ihn rief. Er ging durch die Oeffnung, die sonst eine Thüre verschloß, hinein, fand aber Alles so wüste und leer, daß er, einem Betrunkenen gleich, aus der Hinterpforte wieder hinauswankte und Frau und Kinder bei ihren Namen rief, aber keine Stimme antwortete ihm. Kopfschüttelnd ging er in das Dorf hinein und nach seiner Hütte. Er fand sie sehr verfallen und vor ihr lag ein fremder Hirtenknabe in zerrissenem Kittel, neben einem abgezehrten Hunde, der ihn zähnefletschend angrinzte, als er ihn rief. Er ging durch die Oeffnung, die sonst eine Thüre verschloß, hinein, fand aber Alles so wüste und leer, daß er, einem Betrunkenen gleich, aus der Hinterpforte wieder hinauswankte und Frau und Kinder bei ihren Namen rief, aber keine Stimme antwortete ihm.
  
-Bald umdrängten den suchenden Mann mit dem langen eisgrauen Barte Weiber und Kinder und fragten ihn um die Wette, was er suche? Andere vor seinem eigenen Hause nach seiner Frau oder seinen Kindern zu fragen, oder gar nach sich selbst, schien ihm so sonderbar, daß er, um die Fragenden loszuwerden, die nächsten Namen nannte, die ihm einfielen: »Kurt Steffen!« Die Meisten schwiegen und sahen sich an, endlich sagte eine bejahrte Frau: »Seit zwölf Jahren wohnt der unter der [[burg:Sachsenburg]], dorthin werdet Ihr heute nicht kommen!« »Velten Meier!« »Gott habe ihn selig!« antwortete ein altes Mütterchen an der Krücke, »der liegt schon seit fünfzehn Jahren in dem Hause, das er nimmer verläßt.«+Bald umdrängten den suchenden Mann mit dem langen eisgrauen Barte Weiber und Kinder und fragten ihn um die Wette, was er suche? Andere vor seinem eigenen Hause nach seiner Frau oder seinen Kindern zu fragen, oder gar nach sich selbst, schien ihm so sonderbar, daß er, um die Fragenden loszuwerden, die nächsten Namen nannte, die ihm einfielen: »Kurt Steffen!« Die Meisten schwiegen und sahen sich an, endlich sagte eine bejahrte Frau: »Seit zwölf Jahren wohnt der unter der [[burg:sachsenburgkyffhäuser|Sachsenburg]], dorthin werdet Ihr heute nicht kommen!« »Velten Meier!« »Gott habe ihn selig!« antwortete ein altes Mütterchen an der Krücke, »der liegt schon seit fünfzehn Jahren in dem Hause, das er nimmer verläßt.«
  
 Er erkannte zusammenschaudernd seine plötzlich alt gewordenen Nachbarinnen, aber ihm war die Lust vergangen weiter zu fragen. Da drängte sich durch die neugierigen Gaffer ein junges rasches Weib, mit einem einjährigen Knaben auf dem Arm und einem vierjährigen Mädchen an der Hand, die alle drei seiner Frau wie aus den Augen geschnitten waren. »Wie heißt Ihr?« fragte er staunend. »Marie!« »Und Euer Vater?« »Gott habe ihn selig! Peter Klaus; es sind nun zwanzig Jahre, daß wir ihn Tag und Nacht suchten auf dem Kiffhäuser, da die Heerde ohne ihn zurückkam; ich war damals sieben Jahre alt.« Er erkannte zusammenschaudernd seine plötzlich alt gewordenen Nachbarinnen, aber ihm war die Lust vergangen weiter zu fragen. Da drängte sich durch die neugierigen Gaffer ein junges rasches Weib, mit einem einjährigen Knaben auf dem Arm und einem vierjährigen Mädchen an der Hand, die alle drei seiner Frau wie aus den Augen geschnitten waren. »Wie heißt Ihr?« fragte er staunend. »Marie!« »Und Euer Vater?« »Gott habe ihn selig! Peter Klaus; es sind nun zwanzig Jahre, daß wir ihn Tag und Nacht suchten auf dem Kiffhäuser, da die Heerde ohne ihn zurückkam; ich war damals sieben Jahre alt.«
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   * //[[autor:buesching|Johann Gustav Gottlieb Büsching]]: [[buch:volkssagenbuesching|Volkssagen, Märchen und Legenden]], Leipzig, Reclam, 1812,//   * //[[autor:buesching|Johann Gustav Gottlieb Büsching]]: [[buch:volkssagenbuesching|Volkssagen, Märchen und Legenden]], Leipzig, Reclam, 1812,//
-  * //[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 437-439;//  
-  * //[[http://www.zeno.org/nid/2000494108X|www.zeno.org]]// 
  
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-{{tag>sagen buesching volkssagenbuesching vii schonvorhanden}}+{{tag>sagen buesching volkssagenbuesching vii v2a}}
sagen/sagenbuesching069d.1706530799.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)