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sagen:sagenbuesching069c

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 Oben auf der Burg findet er ein offenes Gewölbe, dessen Eingang nur etwas verschüttet war. Er geht hinein und findet viele kleine, glänzende Steine auf der Erde liegen und steckt so viele ein, als seine kleinen Taschen fassen konnten. Nun wollte er wieder ins Freie, da rief ihm eine dumpfe Stimme zu: »Vergiß das Beste nicht!« Er wußte nicht, wie ihm geschah und wie er aus dem Gewölbe herauskam. Kaum sah er wieder die Sonne und seine Heerde, so schlug die Thüre, die er vorher gar nicht gesehen hatte, hinter ihm zu. Er faßt nach seinem Hut und die wunderschöne Blume, die er seiner Braut hatte bringen wollen, war fort; sie war beim Stolpern herabgefallen. Urplötzlich stand vor ihm ein [[wesen:Zwerg]] und fragte: »Wo hast Du die wunderschöne Blume, die Du fandest?« »Verloren!« sagte traurig der Schäfer. »Dir war sie bestimmt«, antwortete der Zwerg, »sie ist mehr werth als die ganze [[burg:rothenburgthueringen|Rothenburg]].« Oben auf der Burg findet er ein offenes Gewölbe, dessen Eingang nur etwas verschüttet war. Er geht hinein und findet viele kleine, glänzende Steine auf der Erde liegen und steckt so viele ein, als seine kleinen Taschen fassen konnten. Nun wollte er wieder ins Freie, da rief ihm eine dumpfe Stimme zu: »Vergiß das Beste nicht!« Er wußte nicht, wie ihm geschah und wie er aus dem Gewölbe herauskam. Kaum sah er wieder die Sonne und seine Heerde, so schlug die Thüre, die er vorher gar nicht gesehen hatte, hinter ihm zu. Er faßt nach seinem Hut und die wunderschöne Blume, die er seiner Braut hatte bringen wollen, war fort; sie war beim Stolpern herabgefallen. Urplötzlich stand vor ihm ein [[wesen:Zwerg]] und fragte: »Wo hast Du die wunderschöne Blume, die Du fandest?« »Verloren!« sagte traurig der Schäfer. »Dir war sie bestimmt«, antwortete der Zwerg, »sie ist mehr werth als die ganze [[burg:rothenburgthueringen|Rothenburg]].«
  
-Traurig geht der Schäfer am Abend zu seiner Braut und erzählt ihr die Geschichte von der verlorenen [[ding:Wunderblume]]; Beide weinen, denn Hüttchen und Hochzeit waren wieder verschwunden. Endlich denkt der Schäfer wieder an seine Steine und wirft sie scherzend seiner Braut auf den Schooß, und siehe, es waren lauter Goldstücke. Nun kauften sie sich ein Hüttchen und ein Stück Acker dazu; die Wunderblume aber blieb verschwunden und wird von den Bergleuten noch heute gesucht, in den Gewölben des Kiffhäusers nicht allein, sondern, da verborgene Schätze rücken, in der [[burg:questenberg|Questenburg]] und selbst auf der Nordseite des Harzes. Bis jetzt hat sie aber noch Keiner gefunden.+Traurig geht der Schäfer am Abend zu seiner Braut und erzählt ihr die Geschichte von der verlorenen [[ding:Wunderblume]]; Beide weinen, denn Hüttchen und Hochzeit waren wieder verschwunden. Endlich denkt der Schäfer wieder an seine Steine und wirft sie scherzend seiner Braut auf den Schooß, und siehe, es waren lauter Goldstücke. Nun kauften sie sich ein Hüttchen und ein Stück Acker dazu; die Wunderblume aber blieb verschwunden und wird von den Bergleuten noch heute gesucht, in den Gewölben des Kiffhäusers nicht allein, sondern, da verborgene Schätze rücken, in der [[burg:burgquestenberg|Questenburg]] und selbst auf der Nordseite des Harzes. Bis jetzt hat sie aber noch Keiner gefunden.
  
 //Quellen://  //Quellen:// 
   * //[[autor:buesching|Johann Gustav Gottlieb Büsching]]: [[buch:volkssagenbuesching|Volkssagen, Märchen und Legenden]], Leipzig, Reclam, 1812,//   * //[[autor:buesching|Johann Gustav Gottlieb Büsching]]: [[buch:volkssagenbuesching|Volkssagen, Märchen und Legenden]], Leipzig, Reclam, 1812,//
-  * //[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 437;//  
-  * //[[http://www.zeno.org/nid/20004941071|www.zeno.org]]// 
  
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-{{tag>sagen buesching volkssagenbuesching vii Questenburg Rothenburgthueringen kyffhäuser sittendorf wunderblume blume zwerg stein schäfer gold vergissdasbestenicht schatz acker}}+{{tag>sagen buesching volkssagenbuesching vii v2a}}
  
  
sagen/sagenbuesching069c.1706527030.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)