sagen:sagenbuesching010g
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| + | ====== Rübezahl verwandelt sich in einen Botenspieß ====== | ||
| + | Es soll einmal ein Bote den [[wesen: | ||
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| + | Darauf nimmt der alberne Schöps seinen Spieß auf den Nacken, wie ein Pikenier, weil er so auf der Erden kein Gutes thun wollen und geht also wie ein rechter Finkenritter daher. Doch läßt der spießbare Rübezahl dennoch seine Hudelei nicht, sondern drücket den Boten, als wenn er etliche doppelte Haken trüge und dannenhero von einer Schulter zur andern die verspürte Last hebt, bis er endlich, aus Unleidigkeit, | ||
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| + | Aber, siehe von neuem, da wird ihm derselben Seite Fuß so schwer, daß er ihn nicht aus der Stelle zu bewegen vermochte, und wiewohl er umwechselte aus einer Hand in die andere, so wollte es doch nicht anders werden, sondern blieb bei der alten Geige. Drauf nahm er es noch auf eine andere Weise mit seinem Spieße vor, nehmlich er ritt darauf, wie ein Kind auf einem Stecken und auf diesen Schlag ging es von statten, wie wenn es geschmiert wäre, nehmlich er kam eilends fort, fühlete keine Müdigkeit und däuchte ihm nicht anders, als wenn er ein schnelles Roß unter sich hätte. Er ritt aber ohne Aufhören immer also fort, bis er vom Gebirge in ein Städtlein kam und den Bürgern ein sonderliches Gelächter erregte. | ||
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| + | Hatte dieser Bote nun also vorher wacker leiden müssen, so war er dennoch wieder zuletzt erquickt worden und getröstete sich nunmehr eben derselben Erquickung in den andern bevorstehenden Reisen, da er allemal auf seinem Spieß zu reiten gesonnen war. Aber vergeblich; denn der Rübezahl hatte seinen Beruf vollendet und seine Lust mit dem Narren gebüßet, darum er sich aus den Staube machte und den wahrhaften Spieß unvermerkt wieder zu Wege brachte, welcher keine Possen mehr machte, sondern auf die alte Manier, wie ein anderer Spieß, sich mit seinem Herrn verhielt. | ||
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