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sagen:sagenbuchpreussen1-240

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 ====== Die Erscheinung im Berliner Schlosse ====== ====== Die Erscheinung im Berliner Schlosse ======
  
     Nach den Monatl. Unterred. Bd. III. S. 656 etc.     Nach den Monatl. Unterred. Bd. III. S. 656 etc.
  
-Am 15. Julius des Jahres 1709 ist der damalige [[vip:alterfritz|Kronprinz]] nach der Abendmahlzeit in sein Schlafgemach gegangen, und nachdem er sich mit Beihilfe des Kammerdieners ausgekleidet, beschloß er, mit Auf- und Niedergehen sich noch eine kleine Motion zu machen, wie es sonst seine Gewohnheit war. Da es aber schon ziemlich spät war und ihm wider Vermuthen ein gewisses Grausen ankam, legte er sich zu Bette und ließ die Lichter auslöschen, die sonst gewöhnlichen Nachtlampen aber anzünden, welche gewöhnlich neben dem Kamin standen, und ließ seinen Kammerdiener von sich. +Am 15. Julius des Jahres 1709 ist der damalige [[vip:friedrichwilhelmipreussen|Kronprinz]] nach der Abendmahlzeit in sein Schlafgemach gegangen, und nachdem er sich mit Beihilfe des Kammerdieners ausgekleidet, beschloß er, mit Auf- und Niedergehen sich noch eine kleine Motion zu machen, wie es sonst seine Gewohnheit war. Da es aber schon ziemlich spät war und ihm wider Vermuthen ein gewisses Grausen ankam, legte er sich zu Bette und ließ die Lichter auslöschen, die sonst gewöhnlichen Nachtlampen aber anzünden, welche gewöhnlich neben dem Kamin standen, und ließ seinen Kammerdiener von sich. 
  
 Da er aber eine geraume Zeit im Bette lag, ohne daß der geringste Schlaf kommen wollte, hörte er etwas durch den Kamin herunterkommen und glaubte nach seiner Einbildung, daß es eine Eule sein könne, ein Thier, welches sonst gern auf den Schornsteinen zu nisten pflegt. In der That kam auch wirklich ein Vogel zum Vorschein, aber von einer andern Gattung, welche der Prinz selbst nicht recht unterscheiden konnte. Es war eine Art Rabe, doch größer, hatte aber auch nicht die Gestalt eines Adlers.  Da er aber eine geraume Zeit im Bette lag, ohne daß der geringste Schlaf kommen wollte, hörte er etwas durch den Kamin herunterkommen und glaubte nach seiner Einbildung, daß es eine Eule sein könne, ein Thier, welches sonst gern auf den Schornsteinen zu nisten pflegt. In der That kam auch wirklich ein Vogel zum Vorschein, aber von einer andern Gattung, welche der Prinz selbst nicht recht unterscheiden konnte. Es war eine Art Rabe, doch größer, hatte aber auch nicht die Gestalt eines Adlers. 
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 //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 212-213// //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 212-213//
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-{{tag>sagen graesse sagenbuchpreussen1 berlin 1709 alterfritz berlinerschloss kamin pistole spuk schlaf abendbrot vogel kamin gespenst duell v2}}+{{tag>sagen graesse sagenbuchpreussen1 berlin 1709 friedrichwilhelmipreussen berlinerschloss kamin pistole spuk schlaf abendbrot vogel kamin gespenst duell v2}}
  
  
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