sagen:sagenbuchpreussen1-239
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| + | ====== Vorzeichen des Todes der Könige von Preußen Friedrich I. und Friedrich Wilhelm I. zu Berlin ====== | ||
| + | Nach den Monatl. Unterred. aus dem Reiche der Geister Bd. III. S. 647 etc. | ||
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| + | Als der [[vip: | ||
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| + | Und da das Cabinet wieder versiegelt worden ist, hat man abermals dieselbe Beobachtung gemacht und das Licht hat sich wiederum wie zuvor gezeigt, welchem einen ungemeinen Schrecken unter allen Anwesenden hervorgebracht, | ||
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| + | Es wird jedoch auch erzählt, daß, als der Kronprinz zu seinem sterbenden Vater berufen worden sei, um den letzten Segen zu empfangen, habe derselbe sich des kürzesten Weges bedienen wollen, sei deshalb über den kleinen Schloßplatz quer hinübergegangen. Es folgten aber Sr. Königl. Hoheit unterschiedliche Offiziere und Cavaliere nach, da fiel ihnen ein sonst verschlossener Saal ganz hell in die Augen, so daß es ihnen dünkte, als ob er mit vielen hundert brennenden Lichtern erleuchtet wäre. Hierüber stutzte der Kronprinz und fragte die, so bei ihm waren, was solches bedeute und warum so viele Lichter angesteckt wären. Die Begleiter des Prinzen sahen allerdings den erleuchteten Saal ebenfalls ganz wohl, wußten aber nichts auf die an sie gethane, Frage zu antworten. Als nun der Kronprinz die Treppe herauf kam, traf er den Kastellan des Schlosses an und fragte denselben ebenfalls um die Ursache, warum der Saal mit so vielen Lichtern erleuchtet sei, allein er bekam zur Antwort, der Saal sei fest verschlossen und seit langer Zeit sei kein Licht in denselben gekommen. | ||
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| + | Ebenso ist vor dem Tode des [[vip: | ||
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| + | Was noch mehr ist, des seligen Herrn bestes Leibpferd, welches er am Liebsten ritt, und frisch und gesund war, wurde wider alles Vermuthen todt im Stalle gefunden. Der König hat aber die Nacht vor seinem Absterben selbst gesagt, daß er die folgende nicht mehr erleben werde, und von den umstehenden gewöhnlichen Wärtern Abschied genommen, auch in der Frühe bei gänzlichem Verstande die Abdication seines Reiches vorgenommen und ist endlich um 3 Uhr Nachmittags sanft entschlafen, | ||
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| + | Allein 14 Tage nachher hat sich dieser traurige Todesfall doch ereignet und 4 Tage später ist die Leiche in derselben Ordnung, wie sie von ihm gesehen worden, durch dieselbe Thüre hineingebracht worden, wo sie vor seinen Augen verschwunden ist. Ein anderer Bürger von Berlin aber hatte einen Traum, daß der Garnisonsthurm mit großem Krachen zur Erde fiel, worüber das ganze Glockenspiel ertönte und viele Häuser dadurch niedergeschlagen wurden; gleich aber kam noch ein höherer Thurm aus der Erde hervor, welcher den andern sowohl an Stärke als Schönheit übertraf. | ||
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sagen/sagenbuchpreussen1-239.1709707501.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
