sagen:sagenbuchpreussen1-198
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| - | Anno 1636 trug sich in der Stadt Belitz in der Altmark ein erschrecklicher Zauberhandel zu. Eine alte Hexe hatte von ihrem Buhlen, dem Satan, gehört, daß er eine jüngere habe und sie gern loslassen wollte, wenn sie ihm eine gesegnete Hostie verschaffen könnte. Sie begab sich demnach alsbald zu einer Wittib mittelmäßigen Alters. Diese hatte einen Sohn, ohngefähr 15 Jahre alt, der noch nie zum Abendmahl gewesen. Die Alte versprach ihr 6 Reichsthaler, | + | Anno 1636 trug sich in der Stadt Belitz in der [[region:Altmark]] ein erschrecklicher Zauberhandel zu. Eine alte Hexe hatte von ihrem Buhlen, dem Satan, gehört, daß er eine jüngere habe und sie gern loslassen wollte, wenn sie ihm eine gesegnete Hostie verschaffen könnte. Sie begab sich demnach alsbald zu einer Wittib mittelmäßigen Alters. Diese hatte einen Sohn, ohngefähr 15 Jahre alt, der noch nie zum Abendmahl gewesen. Die Alte versprach ihr 6 [[lex: |
| Dieser Bube that es, der Küster aber und einige Andere wurden es gewahr und hielten ihn beim Ausgange aus der Kirche an und gaben es dem Pfarrer zu erkennen. Als derselbe nun die gesegnete und schon ausgetheilte Hostie von ihm forderte und ihn deshalb befragte, gab er zur Antwort, er hätte gemeint, es wäre eben so viel, ob er sie hier oder zu Hause genieße. Die Obrigkeit ließ ihn nun in ein gelindes Gefängniß legen, der Stadtschreiber ging zu ihm und ermahnte ihn zu einem gutwilligen Bekenntniß; | Dieser Bube that es, der Küster aber und einige Andere wurden es gewahr und hielten ihn beim Ausgange aus der Kirche an und gaben es dem Pfarrer zu erkennen. Als derselbe nun die gesegnete und schon ausgetheilte Hostie von ihm forderte und ihn deshalb befragte, gab er zur Antwort, er hätte gemeint, es wäre eben so viel, ob er sie hier oder zu Hause genieße. Die Obrigkeit ließ ihn nun in ein gelindes Gefängniß legen, der Stadtschreiber ging zu ihm und ermahnte ihn zu einem gutwilligen Bekenntniß; | ||
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