sagen:sagenbuchpreussen1-178
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| + | ====== Das Gespenst zu Schorstedt ====== | ||
| + | Nach Johann Strelius, Altmärkischer Superintendent. Φασματοστεψια Schorstediana. Das | ||
| + | ist christliches Bedenken und Gutachten, was von dem Polter und hernach redendem | ||
| + | Geiste, So sich in einem Dorffe, Schorstädt genannt, hat herfürgethan, | ||
| + | sambt Nützlichem Unterricht, was dabei zu bedenken, in eine kurze Predigt gefasset und | ||
| + | Dom. IV. post Epiphanias in Stendal gehalten A. Chr. 1644. Berlin bei George Rumpens. 1644 in 4°. | ||
| + | Beckmann Th. V. Bd. I. Cap. II. S. 261 etc. | ||
| + | Christ. Skriver, Das verlorene und wiedergefundene Schäflein. Berlin 1695 in 4°. Anh. S. 276-279. | ||
| + | Kahlbau, Erzählungen und Sagen aus der Altmark S. 1, 65 etc. | ||
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| + | Im Jahre 1643 und im Januar 1644 hat in der Altmark und zwar in einem Dorfe Schorstedt, zwei Meilen von Stendal, ein wunderlicher Geist sich hervorgethan, | ||
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| + | Dem Besitzer des Hauses, in welchem er sein Wesen trieb, und welcher dasselbe verlassen hatte, hieß er getrost, aber an einem Freitage zurückzukehren. Zu dem damaligen Pfarrer in Schorstedt schickte er einige Gemeindeglieder ab, die ihn auffordern sollten mit ihm zu singen und zu beten. Die Ungläubigen bedrohte er indeß mit Feuer, Schwert und Mord. Sein Vorgeben, der Geist der ersten Frau Sandmanns zu sein, suchte er durch eine besondere Sorgfalt für das nachgelassene Kind derselben zu beweisen. Er untersagte der Stiefmutter mit Strenge jede Härte gegen dasselbe und befahl es mit ordentlichen Kleidern zu versehen. Die Sache machte das größte Aufsehen, denn die Sage drang bis zu dem Hofe Friedrich Wilhelms des Großen. Der Superintendent Johann Strelius erhielt den Befehl sich persönlich nach Schorstedt zu verfügen, Alles mit Fleiß zu untersuchen und genauen Bericht zu erstatten. Auf dieser Reise soll sich nun nach der Erzählung seines Schwiegersohnes, | ||
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| + | Ein ähnlicher Spuk ist im Jahre 1659 zu Türitz, vier Stunden von Apenburg gelegen, wo auch am Tage des 15. Junius das Pfarrhaus zur Hälfte abgebrannt ist, vorgekommen. Dort hat man nämlich vorher vielfaches Poltern im Hause gehört und zu dreien Malen in den Zimmern glühende Kohlen liegen gefunden. Allein letzteres scheint wohl dahin zu gehen, daß man die Unvorsichtigkeit mit dem Feuer darunter hat verstecken oder die Schuld auf Andere schieben wollen. Wohin auch wohl die Streitigkeit[161] gehört, in welcher damals der Prediger mit der Gemeinde soll gestanden haben.((Nach Beckmann Th. V. Bd. I. Cap. IX. S. 94.)) | ||
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sagen/sagenbuchpreussen1-178.1709721943.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
