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sagen:sagenbuchpreussen1-144

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-Im Jahre 1415 ist die Stadt [[geo:Stendal]] von einer sehr großen [[typ:flut|Ueberschwemmung]] heimgesucht worden; es hat nämlich die [[region:Elbe]] im Frühling dieses Jahres den Deich am Dorfe Hemerten durchbrochen und die ganze nach Stendal gehende Niederung unter Wasser gesetzt, so zwar, daß die Fluth bis in die [[kirche:marienkirchestendal|Marienkirche]] gedrungen ist. Als sich nun die Gewässer wieder verlaufen haben, so hat die Geistlichkeit beschlossen, die Gotteshäuser zu reinigen und mit Besemen zu kehren. Als nun der Propst von der [[kirche:stnikolausstendal|Domkirche St. Nicolai]] aus mit dem ganzen Domkapitel die Marienkirche betrat, hat er namentlich am Eingange in den Hochaltar eine ungeheure Schlammmasse und in derselben einen [[typ:Hecht]] von 16 Pfund Schwere angetroffen. Zum ewigen Gedächtniß ist dieser [[typ:Fisch]] in [[typ:Stein]] gehauen, später aber in Eisenblech nachgeformt und 9 Fuß über dem Straßenpflaster an dem linken Kirchenpfeiler beim Eingange in den [[typ:altar|Hochaltar]] aufgehängt worden, wo er noch heute zu sehen ist.+Im Jahre 1415 ist die Stadt [[geo:Stendal]] von einer sehr großen Ueberschwemmung heimgesucht worden; es hat nämlich die [[region:Elbe]] im Frühling dieses Jahres den Deich am Dorfe Hemerten durchbrochen und die ganze nach Stendal gehende Niederung unter Wasser gesetzt, so zwar, daß die Fluth bis in die [[kirche:marienkirchestendal|Marienkirche]] gedrungen ist. Als sich nun die Gewässer wieder verlaufen haben, so hat die Geistlichkeit beschlossen, die Gotteshäuser zu reinigen und mit Besemen zu kehren. Als nun der Propst von der [[kirche:stnikolausstendal|Domkirche St. Nicolai]] aus mit dem ganzen Domkapitel die Marienkirche betrat, hat er namentlich am Eingange in den Hochaltar eine ungeheure Schlammmasse und in derselben einen Hecht von 16 Pfund Schwere angetroffen. Zum ewigen Gedächtniß ist dieser Fisch in Stein gehauen, später aber in Eisenblech nachgeformt und 9 Fuß über dem Straßenpflaster an dem linken Kirchenpfeiler beim Eingange in den Hochaltar aufgehängt worden, wo er noch heute zu sehen ist.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 136; [[http://www.zeno.org/nid/20004937589|www.zeno.org]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 136//
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sagen/sagenbuchpreussen1-144.1701779149.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)