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sagen:sagenbuchpreussen1-124

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-====== Das älteste Haus in Potsdam (Grässe) ======+====== Das älteste Haus in Potsdam ======
  
     Nach K.v. Reinhard, Sagen und Mährchen aus Potsdam's Vorzeit, S. 113     Nach K.v. Reinhard, Sagen und Mährchen aus Potsdam's Vorzeit, S. 113
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 Einige Monate nachher bezog nun aber der Churfürst sein neues Lustschloß und bewohnte dasselbe seit jener Zeit nur mit wenigen Unterbrechungen. In der Umgegend aber ward die Rede laut, man sehe ihn in den Gängen des das Schloß umgebenden Gartens oft mit einer jungen schönen Frau lustwandeln, die große Aehnlichkeit mit der verschollenen Frau Schulzin habe. Auch nach seinem Uebertritt zur evangelischen Kirche im Jahre 1536 ist er häufig auf jenem Jagdschlosse gewesen, allein keiner der Hofleute, die er dorthin mitnahm, hat, darum befragt, über jene schöne Dame Rede gestanden, so daß man zuletzt gar nicht mehr davon gesprochen und die ganze Sache für einen Spuck gehalten hat.  Einige Monate nachher bezog nun aber der Churfürst sein neues Lustschloß und bewohnte dasselbe seit jener Zeit nur mit wenigen Unterbrechungen. In der Umgegend aber ward die Rede laut, man sehe ihn in den Gängen des das Schloß umgebenden Gartens oft mit einer jungen schönen Frau lustwandeln, die große Aehnlichkeit mit der verschollenen Frau Schulzin habe. Auch nach seinem Uebertritt zur evangelischen Kirche im Jahre 1536 ist er häufig auf jenem Jagdschlosse gewesen, allein keiner der Hofleute, die er dorthin mitnahm, hat, darum befragt, über jene schöne Dame Rede gestanden, so daß man zuletzt gar nicht mehr davon gesprochen und die ganze Sache für einen Spuck gehalten hat. 
  
-Zwanzig Jahre nachher brannte das ganze damalige Potsdam ab und nur das Jagdschloß im Eichenwalde beim Kiez blieb von allen Gebäuden aus früherer Zeit übrig, wurde aber später vom Churfürsten Friedrich Wilhelm auf den Wunsch seiner frommen Gemahlin zu einem Wittwenhause eingerichtet. Dasselbe ist bis in die dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts stehen geblieben, da wurde es zwar niedergerissen, allein das neu aufgebaute Predigerwittwen-Haus steht genau auf den Grundmauern des alten Jagdschlosses, ist also streng genommen das älteste Haus der Stadt Potsdam.+Zwanzig Jahre nachher brannte das ganze damalige Potsdam ab und nur das Jagdschloß im Eichenwalde beim Kiez blieb von allen Gebäuden aus früherer Zeit übrig, wurde aber später vom [[vip:friedrichwilhelmbrandenburg|Churfürsten Friedrich Wilhelm]] auf den Wunsch seiner frommen Gemahlin zu einem Wittwenhause eingerichtet. Dasselbe ist bis in die dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts stehen geblieben, da wurde es zwar niedergerissen, allein das neu aufgebaute Predigerwittwen-Haus steht genau auf den Grundmauern des alten Jagdschlosses, ist also streng genommen das älteste Haus der Stadt Potsdam.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 119-121;  +//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 119-121//
-[[http://www.zeno.org/nid/20004937384|www.zeno.org]]//+
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sagen/sagenbuchpreussen1-124.1706800824.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)