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sagen:sagenbuchpreussen1-115

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-====== Der Babelsberg (Grässe) ======+====== Der Babelsberg ======
  
     Nach K.v. Reinhard, Sagen und Mährchen aus Potsdam's Vorzeit, S. 27 etc     Nach K.v. Reinhard, Sagen und Mährchen aus Potsdam's Vorzeit, S. 27 etc
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 Zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche werde er mit seinem Volke in das Land der Christen nach den Harzbergen ziehen und dorthin möge sie ihn mit ihren Kindern begleiten. Ueber die Ursachen, warum die Zwerge so tiefe Höhlen und Gänge in den Berg trieben, sprach er sich nicht aus, ließ aber eine dunkle Andeutung fallen, daß sich hier bald eine große Veränderung zutragen werde. Als nun der Frühling eingezogen war, da senkten sich dichte Nebelballen über die ganze Gegend und aus ihnen fielen dicke Wassertropfen herunter auf die Erde. Dies hielt mehrere Tage an, dann hob sich der Nebel wieder und bald trieb ihn der Ostwind in langen Streifen aus einander; als aber der blaue Himmel wieder sichtbar ward, da war die dritte Kuppe mit der Burg verschwunden und steil fiel der Abhang des Babelsberges nach der Havel zu ab, welche sie verschlungen und sich an seinem Fuße zu einem weiten Becken ausgedehnt hatte. Die Stelle aber unterhalb der Babelsmühle in der Havel ist noch jetzt die tiefste weit und breit in ihrem Bette, und selten bedeckt hier das Eis den kreisenden Strom. Zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche werde er mit seinem Volke in das Land der Christen nach den Harzbergen ziehen und dorthin möge sie ihn mit ihren Kindern begleiten. Ueber die Ursachen, warum die Zwerge so tiefe Höhlen und Gänge in den Berg trieben, sprach er sich nicht aus, ließ aber eine dunkle Andeutung fallen, daß sich hier bald eine große Veränderung zutragen werde. Als nun der Frühling eingezogen war, da senkten sich dichte Nebelballen über die ganze Gegend und aus ihnen fielen dicke Wassertropfen herunter auf die Erde. Dies hielt mehrere Tage an, dann hob sich der Nebel wieder und bald trieb ihn der Ostwind in langen Streifen aus einander; als aber der blaue Himmel wieder sichtbar ward, da war die dritte Kuppe mit der Burg verschwunden und steil fiel der Abhang des Babelsberges nach der Havel zu ab, welche sie verschlungen und sich an seinem Fuße zu einem weiten Becken ausgedehnt hatte. Die Stelle aber unterhalb der Babelsmühle in der Havel ist noch jetzt die tiefste weit und breit in ihrem Bette, und selten bedeckt hier das Eis den kreisenden Strom.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 110-112; [[http://www.zeno.org/nid/20004937295|www.zeno.org]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenbuchpreussen|Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2]], Band 1, Glogau 1868/71, S. 110-112//
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