sagen:sagenbuchpreussen1-010
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| + | ====== Die Sagen von den ältesten Bewohnern Deutschlands und insonderheit des Königreichs Preußen ====== | ||
| + | So nach Ammersbach, Churbrandenb. Chronik S. 19 etc | ||
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| + | Japhet oder Japeto, Japeta, der erstgeborne Sohn Noah, bekömmet in der Austheilung der Welt das Land Epopho, das hernach Europa genandt, sampt einem Stück vom kleinen Asien, den gantzen Tract gegen Mitternacht und Abend, und wiewol diesem Theil gegen den andern gering, und gleich dem Dornbusch war gegen dem Weinstock, doch nahm er sich das hefftiger an, zeuget mit seiner Haußfraw Funda diese Söhne nach der Sündfluth: 1. Gommer, auch Comer oder Cymer genandt, 2. Magog, 3. Javan, 4. Madai, 5. Thubal, 6. Mesech, 7. Thyras. Gomer aber ist ein Vater und Anher anfänglich aller mitternächtigen Völcker, als da seyn Gombri, Cimerii, Cimbri, die da bewohnet haben Cimeriam, Bosphorum Cimbricam, Chersonesum und Meotischen Pfuel oder Gesümpff um Holstein, Lübeck, Hamburg, Gottland, am Ufer des Baltischen Meeres, und Insulen darinnen. Und seind solche Cimbri die ersten rechten Scandinavianischen Völcker, welche Cimbri hernach von wegen des Meeres Ebenfluth und Auffqualm, auch von wegen der Elben jährlichen Wachsen und Ergießen sich auffwärts begeben und gesetzt ins Land, da nun ist die Uckermarck, Prignitz und Reppin, zu den alten Teutonibus, mit welchen sie denn auch wieder zum Theil auffgezogen seind über den Rhein in Galliam und Hispaniam gefallen. Endlichen in Italien, da sie mit den Römern unter ihren Fürsten Ansonarico große Schlachtung gethan, umb das 100. Jahr vor Christi Geburt, aber von Mario in den Alpen nicht weit von Saltzburg und dem Helffenberge endlich erlegt worden. Gomer der Sohn Japhet zeuget Ascenes oder Tuisconem. Item Ryphat, Togarma, Moses heißt ihn Ascenas, welcher ist ein Vater und Anher aller Deutschen, Tuiscen, Schyten und Sarmaten, das ist Gotten, Polen, Dattern, Reußen, Preußen etc. | ||
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| + | Dieser Ascenes verrückt erstlich von seinem Vater Gomer aus Armenia Saga und dem Lande Ascanien, welches über Phrigiam gegen dem Cimerio Bosphoro gelegen, mit großem Volcke und seinem gantzen Hause nach der Sündfluth, 155 Jahre nach Erschaffung der Welt, 1812 vor Christi Geburt 2150 und kömmet in diese Einöde, kalt, wässerichte, | ||
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| + | Dieser hat sich nach dem Rheine auffwerts begeben, hat erbauet Meintz, Worms und Straßburgk, | ||
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| + | Dieses Manni Söhne und Einckel seind Ingevon, Istevon, Hermion, Marsus und Gambrivius((Dies ist Gambrinus, der Bierkönig.)), | ||
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| + | Also liegt ein Dorf nicht fern von Osterburg bey Owlosen, heißt Deutsch, und ein Wald und Wasser heißt die Hammey, vom Gott Hammago, und die alte Hammon Clause, bey dem Dorffe Kutzebw, und ein Wasser die Zera genannt, von der Göttin Zera oder Cerere. Also haben solche Teutones ander Götter mehr gehabt, als Mercurium, den sie jährlich einen Menschen geopffert, Item Martem, Vulcanum und die Sonne, haben das Feuer und die Erde besonder angebetet, welche sie Herdt- oder Herthumb genant, als ein Erneuerin aller Ding. Sie haben auch viel zu thun gehabt mit ihre Wündschel Ruthen, geschälten Stäben, Vogelflug und Pferdegeschrey, | ||
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| + | Solche Teutones haben große Kriege geführet mit den Dähnen, besonder unter ihrem Fürsten Scatone, der sich mit Sialdo, dem König der Dähnen geschlagen, umb einer schönen Magd willen, welche Sialandicus Alvildam nennet. | ||
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| + | Also seyn Teutones die andern Völcker, so diese Länder an beiden Ufern der Elbe bewohnet haben. Mittler Zeit seyn die Geten, Geters Kinder, des Sohnes Aram von Sem, welche Gotten genannt seyn worden, mit Sala, Arphachsatz Sohns Kindern und Geschlechte, | ||
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| + | Hier disseit der Elben aber geben sich herauff von Rom die Schwaben, Svevi Kinder und Nachkommen, an welchen Rhein sie kommen waren, vor Christi Geburt, 1743 Jahr, nach der Sündfluth 661 Jahr, auffgetrieben von den Gambriviis oder Sicambris, die Vettern der Francken, welche am Rhein und Mosel ihr Reich angefangen, die sie zwungen und befriedeten. So fielen die Römer über' | ||
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| + | Als Cherusci haben anfänglich an der Elbe gewohnt umb Zerbst mit dem Anhaldischen Lande zwischen der Sala und Hartz, seynd die rechten Härtzischen Schwaben gewesen, welche, wie Tacitus schreibt, stets mit den Gotten (das seynd Hessen gewesen) gestritten haben. Diese Chirusci seind verrückt über den Hartz, haben Nordhausen und andere Städte erbauet, davon sagt Claudianus: Ingentes Albim liquere Chirusci. Dieses alte Geschlecht seind gewesen die Edlen Freiherrn von Hageborn zu Halleben bei Halle, Item die Herren zu Wallersee, et corrupto nomine Wildensee, ist nun die Graffschaft Dessaw, haben gewohnet da die Elbe und Mulde zusammenfließen, | ||
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| + | Longobardi, nicht von ihren langen Bärten, sondern von ihren Hartzischen Parten, damit sie stritten, Langobardi genannt, haben an der Hortel oder Ora bis an den Hartz gewohnet, da nun ist die Bürde und das Ertz-Bischoffthumb Magdeburgk. Es heißt aber die Bürde auf alt deutsch quasi horreum, daß es ein fruchtbar Land von Korn ist. Diese Longobarden haben sich aus der Bürde und Hartz außgebreitet und biß an die Weser und nach der Elbe begeben, halb Berdewigk gebauet, Anno mundi 3015. Ihre alte Fürsten seyn gewesen: Ajon, Theion, Agelmund, Amasius, Litzu, Hildeah, Bodoch, Claffo, Thato, Unatho, Valtarich der Vater Albonii. Da es nun an dem war, daß Gott die Sünde der Völcker mit neuen Völckern straffen wolte, denn er versetzt die Reich: Erhuben sich zum Theil diese Longobardi mit etlichen Senonibus, zogen in Pannoniam und endlich nach 42 Jahre verrückten sie mit diesem Albinio in Welschland, beruffen von Narseto wider die Gotten Anno Christi 568 Jahr, oder wie Blondus will, 579 Jahr, da sie denn das Longobardische Reich angefangen, welches blieben bis auff die Zeit Caroli Magni. | ||
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| + | Angrivarii. Diese haben gewohnet an der Elbe, gegen Morgen, und etwas Mittag, am Vorgebirge der Alten Marck, am Pfuhl Thola, die Tholla genannt, von dem Flusse die Anger bis an die Ora, an der Ucht und Balsam, bis an die Bisa und an das Bisenthal, und dem Aland nach Mitternacht. Diese haben gebauet am Einfluß der Anger in die Elbe die Stadt Angermündt, | ||
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| + | Diese Angrivarii verrückten abwerts an der Bructerer Land, an die Weser, Ems, Lippe und haben Engern erbaut, und werden die Angeri genandt in den Historien, aus welchen ihren alten Engerischen Fürsten gewesen sein Voden, Vecta, Vectus und Wettgislus, die Söhne seind gewesen Hingst und Horsta, und die Tochter Engla, von welchen hergekommen seind die Könige in England. Und aus diesen Fürsten und Herren zu Engern große Könige, Chur- und Fürsten zu Sachsen, auch in Engelland, auch die Stämme der Hochgebornen Chur- und Fürsten Marggraffen zu Brandenburg und die Hochgebornen Fürsten zu Braunschweig und Lüneburg, auch viel Hochlöblicher deutscher Kaiser, wie drunten soll dargethan werden. | ||
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| + | Langobardi die rechten Edlen Altmärckischen Schwaben, haben gewohnet von der Bisa oben an, und dem Bisenthal, das mitten durch die Alte Marck gehet, darinn die Bisa läufft, vor der Cera, der ich droben gedacht, wie sie den Namen hat von der Cerere, bis an und umb die Jetza, den freyen Tremeling nach der Ora, und Lande zu Braunschweig, | ||
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| + | Der Longobarden Fürsten seyn gewesen die Herren von der Zera oder Zermund, haben gewohnet auff einem alten Schloß an der Bisa, nicht fern da ein Strom gehet aus der Bisa, in welchem läufft die Hamey und wird endlich die Zere genandt, welches Schloß erstlich Zervest genant ist als eine Veste an der Zere, aus welchen Herren von der Zera herkommen seind die Graffen von Aldenhausen und Osterburgk. | ||
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| + | Senones haben anfänglich gewohnet hier disseit der Elbe, von der Bisa an biß an die Zera umb und an dem Alande, und abwarts der Elbe, den Tract, die Lentzische Wischke genant, nach Lüneburg, und gegen Morgen nach der Elbe, welches Theil die Wische genant wird, quasi pontum, da hernach niemand gewohnet, von wegen dem Außlaufen der Elbe (wie es nun leider etliche Jahr her geschehen ist). Solches Land Senonum hat man das Senland vor Alters geheißen, von den Senonibus, diese haben erbauet Senhausen, welches nun Seehausen heißt, um das 400. Jahr vor Christi Geburt, und ist die alte Stadt am Aland, das man jetzt zu S. Jacob heißt, gelegen. | ||
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| + | Diese Senones begaben sich mit der Zeit über die Elbe, und nach Aufziehen der Gotten, denen sie verdrießlich, | ||
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| + | Dieser Senonum Fürst Brenno hat Brandenburg die alte Stadt gebauet, vor Christi Geburt 416 Jahr, und solche Schwaben Senones, haben auch Havelberg, Rathenau, Godabw, Güterbock, Wittenberg anfänglich, | ||
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| + | Dieser Senonum Fürst ist gewesen Ariovistus, der sich mit Julio Cäsare 49 Jahr vor Christi Geburt geschlagen hat. Wie denn hernach Herminius oder Herman Fürst der Cheruscer und Longobarden Vari 3 Legiones mit aller Hülffe im Teutoburgischen Walde nicht fern von Badeborn, zwischen der Lip und Ems mit dem Feldherrn Varo erlegt hat, unter dem Kaiser Augusto. | ||
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| + | Endlichen ist Claudius Drusus Nero, der Bruder Tyberii über den Rhein kommen, nach der Geburt Christi 7 Jahr, hat mit den Cheruscis und Cattis an der Weser und mit den Bructeris an der Ems sich geschlagen. Und nachdem er die Länder an der Mosel und Weser eröbert, greiff er auch an die Schwaben zwischen der Elbe und Sala, machte die ihm auch zinßbar, vornehmlich die Hermanduros und Angulos, bauet auch alda zur Besatzung und Erhaltung der Lande viel Castella an der Sala, Elster und Lupa, als Marsburg, quasi burgum Martis, darnach die Altenburg an dem Wässerlein Clia, auff dem Berge bei Marsburg nach Mitternacht. | ||
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| + | Darumb mit Druso die Schwaben hefftig stritten, auf welcher Altenburg hernach Edle alte Herren der Schwaben gewohnet, die sich geschrieben Herren zu Altenburg, aus welchen Carolus Magnus Graffen zu Altenburgk und Marsburgk gemacht hat, davon drunten weiter sol gesagt werden. Also hat Drusus auch gebauet den alten Gibichenstein und Newburg, auch am Hartz Kiffhausen. | ||
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| + | Endlichen greiff Drusus auch an Longobardos und Lacobardos, die zu Hülffe rufften die Senones über der Elbe, rücket mit seinen Legionibus in die Alte Marck, lagerte sich oben am Bache der Rhein, Lausebach, Weteritz, und dem Ursprung der Millda, hält alda sein frey Feldlager, welches die Römer nannten Garda Legionam, bauet allda ein Fleck, und nant es Gardalegionam Claudii. Und dieweil allda ein alt Phanum Isidis war, von den alten Teutonibus gebauet, bauet er da in den Zusammenlauff der Wasser ein groß starck Castel, nant es mit dem alten Namen der Isenburg, die Bauern nandten es die Isern, und die Wenden, so lange hernach dafür gelegen und nicht gewinnen kondten, hießen es Os vel Fauces ferreas, die Eysern Schnippe. Also hat das Schloß den Namen bekommen und die Stadt heißt Gardalegiona eigentlich, und nicht, daß es in dem Garten liegt. | ||
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| + | Aus der Gardalegion vorrückt Drusus gegen Abend ins Land Zermund zwischen der Zera und Jetza, stürmet das alte Soltwell, gewann das und bawet darbey ein starck Castel, und new Phanum Solis, welches nun ist die itzige alte Stadt Saltzwedel und das Schloß, wie denn der Thurm im Schloß Saltzwedel und Garlegen eine Gestalt haben, und ließ allda ein große starcke Besatzung der Römer, an den eußersten Grentzen der Römer in diesem Landen, darumb er auch Hortellam, welche den Namen hatte von der Gartengöttin Teutonum, den Namen Ora, der Römer Grentzgöttin gab, welche Ora ist gewesen Hersilia, die Haußfrau Romuli. Setzte alda auch Principem Luctandum als den ersten Marggraffen, | ||
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| + | Daher es noch heißt die alte Römische Marck oder die Marck zu Saltzwedel, so es doch zuvorn das Land zu Zermund genandt worden ist, von der Zera, welcher Name, wie in alten Briefen zu ersehen ist, auch hernach noch lange geblieben ist. Also daß die erste Marck in diesen Landen Drusus verordnet hat, ungefährlich im 11. Jahre vor Christi Geburt, und war der erste Marggraff, nemlich ein Römischer Fürst Clodius genandt gewesen. | ||
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| + | Es bauete auch Drusus zu Erhaltung der Lande an der Elbe viel Castella, denn er nun das Land Zermünd ihm zinßbar gemacht, auch das Land Angermünda, | ||
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| + | Es transferiret auch Drusus viertzig tausend Schwaben in Reciam, wie Augustus zuvor auch soll gethan haben, da sie nah wohnen. | ||
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| + | Als aber Drusus wieder nach Rom sich gab, und triumphiret von diesen Landen und Cajus Silius Anno Christi 17 wieder schlug die Cattos und Marsos, und Consul Stertinius die Cheruscos, mit Hülffe dieser Römer, die in der Besatzung lagen in der Soltwedelischen Marck und nicht groß Glück bey den Römern war, denn die Schwaben wehrten sich hefftig. | ||
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| + | Da kam Drusus Getmanicus, Drusi Neronis Sohn, und greiff die Catten (das seyn Hessen) wieder an, aber Drusus Germanicus stürtzte mit seinem Gaul, zubrach einen Schenckel, oder wie Florus schreibet, ward hefftig verwundet und starb. | ||
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| + | Da berufften die Schwaben die Sachsen (welche ohne das immer umb sich frassen) wider die Römer, schlugen die Römer zurück, trieben sie wieder aus der Alten Marck und diesen Landen immer auffwarts. Als nun die Schwaben der frembden Gäste gern wären wieder loß gewesen, blieben die Sachsen alda, satzten sich zu den Longobardis, | ||
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| + | Es seind aber die Sachsen (wenn mans klaubt) Saca, rechte alte Tuiscones und Teutones aus Asia, die sich in Scandinaviam anfänglich gelagert haben, und seind die rechten Scandinaviani. Doctor Crantz sagt, das seyn[26] Catten, C in S mutando Sassi, Saxi, Methodius sagt, sie haben ihren Namen von ihrem Fürsten Sax oder Petroclo. Diese Saca oder Sachsen haben mit den Dähnen große vielfältige Kriege geführet, vornemblich umb Juciam, daraus sie die Thüringer vertrieben hatten, die alda als Gottische Völcker gewohnet haben. | ||
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| + | Es mag der gütige Leser selbest sehen Saxonem Sialandicum, | ||
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| + | Diese Senones aber über der Elbe, weil die Römer hier diesseit der Elbe mit den Schwaben im Gemenge lagen, wurden von den Heneten und obotriten Wenden überfallen, | ||
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| + | Dieses Visislai, des ersten Sohn Visilavis der Ander, gewann Brandenburg im 90. Jahr Christi, von welchen Heneten kommen her die Hertzogen zu Mechelburg und Pommern. | ||
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| + | Mittlerweil seyn die Sicambri oder Francken ihre Väter gewaltig worden unter ihren sonderlichen Königen, jagten die Römer, welche die Sachsen zurückgeschlagen hatten, überm Rhein und aus gantz Deutschland. | ||
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| + | Die Thüringer, recht Edle theure Gotten, herkommende von Tyras oder Thyra dem Sohn Japhet, und Brudern Gommer, waren mit den Fimis und Herulis, aus Jucien von den Sachsen außgetrieben, | ||
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| + | Es seyn auch noch der Thüringer Graffen, als Schwartzburg, | ||
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| + | Die erste Grentz-Besetzung gegen die Sorben war auff Landsberg an der Sala, welcher Marck Wapen ist gewesen 2 blawe Strich abwerts im gülden Felde des Schildes. Die ander Marck oder Grentz-Besetzung war auf Landesberg an der Ober gegen den Polnischen Grentzen. Ihr Wapen ist ein schwartzer Hahn mit gülden Beinen und Schnabel gewesen im rothen Felde. | ||
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| + | Marcomir Marggraff zu Brandenburg, | ||
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| + | Brando, Marggraff zu Brandenburg, | ||
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