sagen:sagenbuchlausitzii-209
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:sagenbuchlausitzii-209 [2023/04/24 17:20] – ewusch | sagen:sagenbuchlausitzii-209 [2025/01/30 17:56] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| - | [[capitel: | + | **[[capitel: |
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| Zeile 10: | Zeile 10: | ||
| Dieser Strich Landes führt den Namen Pichidanki, d. i. deutsch: die Zugaben. Wie er aber in den Besitz von Nebendorf gekommen ist, darüber geht folgende Sage. | Dieser Strich Landes führt den Namen Pichidanki, d. i. deutsch: die Zugaben. Wie er aber in den Besitz von Nebendorf gekommen ist, darüber geht folgende Sage. | ||
| - | In alter grauer Vorzeit waren durch [[typ: | + | In alter grauer Vorzeit waren durch Kriegeszerstörung und Seuchen viele Wirthschaften eingegangen und die Felder lagen zum großen Theil wüste, wurden jedoch von den übrigen Einwohnern beider Dörfer als Weideland für ihr Vieh benußt. Nach und nach waren die früheren Grenzzeichen verschwunden. Die Grenzländereien wurden von beiden Dörfen gemeinschaftlich als Weide benußt und als endlich eine Grenzberichtigung ausgeführt werden sollte, da gab es keinen Zeugen mehr aus der alten Zeit, als einen Greis unter den Nebendorfern, |
| Desto größer und freudiger war ihr Erstaunen, als an dem bestimmten Tage in Gegenwart der beiderseitigen Dorfbewohner der Alte zu Gunsten seiner Landsleute entschied. Den Grenzziehern vorausschreitend sagte er: „Wohin ich trete, da ist noch Nebendorf' | Desto größer und freudiger war ihr Erstaunen, als an dem bestimmten Tage in Gegenwart der beiderseitigen Dorfbewohner der Alte zu Gunsten seiner Landsleute entschied. Den Grenzziehern vorausschreitend sagte er: „Wohin ich trete, da ist noch Nebendorf' | ||
| - | Niemand wagte es, den Alten des [[typ: | + | Niemand wagte es, den Alten des Meineides zu verdächtigen und der Eid machte ein Ende alles Haders. Auf seinem Sterbebette aber vertraute der Greis seinen Freunden heimlich an, wie er seinem Dorfe ein gut Stück Feld zugewendet, das ihnen von Rechtswegen nicht gehörte, doch ohne zu sündigen. Er habe nämlich seine Schuhe damals mit Nebendorf' |
| // | // | ||
| Zeile 20: | Zeile 20: | ||
| //Quelle: [[autor: | //Quelle: [[autor: | ||
| ---- | ---- | ||
| - | {{tag> | + | {{tag> |
sagen/sagenbuchlausitzii-209.1682349601.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
