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sagen:sagenbuchlausitzii-154

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-====== Jüterbog ======+====== Der Götzentempel zu Jüterbog ======
  
-((Jüterbog liegt eigentlich schon außerhalb der lausitzer Grenzeaber diese Sagen sind nothwendige Ergänzungen zur Mythologie der Wenden. Daher ist an dieser Stelle die Nachbarschaft mit in den Kreis unserer Sagen gezogen worden.))+    Scheibeledas Kloster, BdIX
  
-    MFrenzelde idolSorin script. II. 78. Albinus S. 150.+"Daß das Städtlein [[geo:Jüterbog]] eine heidnische Entstehung gehabt, davon hat Anzeige gegeben das uralte Templein, welches ungefähr um's Jahr 1560 ist eingerissen worden, darin der heidnische Götzendienst der [[volk:sorben|wendischen]] [[gott:jutrovog|Morgengöttin]] soll sein geleistet wordenDieses Templeinwelches auf dem Neumarkte bei dem steinernden Kreuz gestanden, ist von der Länge, Breite und Höhe bis an das Dach recht viereckig, von Mauersteinen aufgeführt gewesen, hat oben ein Kreuzgewölbe und darüber ein viereckig zugespitztes Dach gehabtDie Thür oder Eingang von Abendwärts ist niedrig gewesen, so daß man im Eingehen sich etwas hat bücken müssenEs hat auch keine Fenster gehabt, sondern nur ein rundes Loch mit einem starken Eisengitter verwahrt, gegen Morgen, und zwar genau gegen Sonnenaufgang zur Nachtgleiche, so groß als der Boden von einer Tonne, daß das Licht hineingehen können.
  
-Wo [[geo:Jüterbog]]das Städtleinjetzt steht, wohnte einst eine durch Wohlthätigkeit und Gastfreundschaft ausgezeichnete Frau, Namens Jutta, welche einen [[typ:Ziegenbock]] hielt, den sie bis zur Abgötterei liebte+Also hat's der Diakonus Hannemann zu Jüterbog von mehreren Personendie noch Anno 1607 am Leben gewesenbeschreiben hören und in seiner in diesem Jahre herausgegebenen Jubelschrift treulich erzählt.
  
-Wenn nun die Fremden auf dem Wege zu ihr waren, so sagten sie wohl untereinander: Wir gehen nach der Jutta ihrem [[typ:ziegenbock|Bock]]Diese Redensart wurde zu einem allgemeinen Sprichwort und der Ort, welcher um das [[typ:wirtshaus|Gasthaus]] herum sich bildete, erhielt den Namen Jüterbog+//Anmerkungen: Hannemann hat die homerische Eos im Kopfe; darum spricht er von einer Göttin. Jutrovog war aber nach allen slavischen Mythologien ein männlicher Gott des Morgens und des FrühlingsNach ihm heißt noch heute das Osterfest der Wenden - Jutry.  
- +Mehr über Jutrobog siehe bei der Ortssage von Milstrich.//
-Diese Sage hörte Frenzel selbst aus dem Munde der Leute.+
  
 //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862//
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sagen/sagenbuchlausitzii-154.1681759472.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)