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sagen:sagenbuchlausitzii-149

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     Sal. Gottl. Frenzel, Chronik von Hoyerswerda 1744 S. 2.     Sal. Gottl. Frenzel, Chronik von Hoyerswerda 1744 S. 2.
  
-Die Grafen und Herren Wrßowsken waren im Königreich [[region:Böhmen]] gar mächtig und angesehen, denn sie waren schon mit dem ersten böhmischen Könige [[vip:Czech]] in's Land gekommen. Dies Geschlecht trachtete nach immer höherem Ruhme und größerer Macht und wollte sein Oberhaupt, Namens Kochan, auf den böhmischen Thron erheben. Dazumal (1003) war aber Herzog Jaromir Herr von Böhmen. Den trachteten die Wrßowsken zu verderben((Anmerkung Sagenwiki: Tatsächlich war der Einfluss der Familie Wrschowetz so groß, dass im Jahre 1108 der größte Teil dieser Familie von der herrschende Dynastie der Přemysliden ausgelöscht wurde. Dennoch ermordeten Anhänger der Familie Wrschowetz Herzog Jaromir am 4. November 1035 bei Lyssa)). Einst kamen sie an den Hof und verlockten den Herzog mit ihnen auf die Jagd zu reiten. Er nahm Abschied von seiner holden Gemahlin Striska und ritt nebst zwei Jägern, Namens Hovoran und Hrivez, von dannen.+Die Grafen und Herren Wrßowsken waren im Königreich [[region:Böhmen]] gar mächtig und angesehen, denn sie waren schon mit dem ersten böhmischen Könige [[vip:Czech]] in's Land gekommen. Dies Geschlecht trachtete nach immer höherem Ruhme und größerer Macht und wollte sein Oberhaupt, Namens Kochan, auf den böhmischen Thron erheben. Dazumal (1003) war aber Herzog Jaromir Herr von Böhmen. Den trachteten die Wrßowsken zu verderben((Anmerkung Sagenwiki: Tatsächlich war der Einfluss der Familie Wrschowetz so groß, dass in den Jahren 1003, 1013 und 1108 jeweils große Teile dieser Familie von der herrschende Dynastie der Přemysliden ausgelöscht wurden. Am 4. November 1035 ermordeten Anhänger der Familie Wrschowetz Herzog Jaromir bei Lyssa)). Einst kamen sie an den Hof und verlockten den Herzog mit ihnen auf die Jagd zu reiten. Er nahm Abschied von seiner holden Gemahlin Striska und ritt nebst zwei Jägern, Namens Hovoran und Hrivez, von dannen.
  
 Die Nacht darauf hatte die Herzogin einen schweren Traum. Es erschien ihr Johannes der Täufer und redete sie also an: „Stehe auf, Frau, und rüste 50 gewappnete Männer, auf daß sie eilend dem Fürsten nachfolgen, denn sein Leben ist in Gefahr.“ Die Fürstin erwachte und vollzog in großer Angst und Hast den Befehl ihres himmlischen Beschützers. Inzwischen jagten die Grafen mit dem Herzog in der Gegend des Berges Wely, suchten ihn von seinen Gefährten zu trennen und plötzlich fielen sie über ihn her, banden ihn und warfen ihn zu Boden, ja sie sprangen zur Kurzweil mit ihren Pferden über ihn weg. In solcher Angst und Noth betete Herzog Jaromir voll Sehnsucht zu Gott und seinem Schutzpatron St. Johannes. Die Grafen aber spotteten seiner: Weder Gott noch St. Johannes könnten ihn mehr aus ihren Händen erretten. Sie nahmen ihn und banden ihn aufrecht zwischen zwei Eichen fest. Da kommt der Jäger Hovoran, der seinen Herrn gesucht hatte, auf den Schauplaß des Frevels, entseget sich, kehrt sogleich um, um Hülfe zu holen, stößt auf die von der Herzogin abgeschickten Reiter, theilt ihnen mit, was er gesehen und legt sie in einen Hinterhalt, auf daß sie seines Winkes gewärtig seien.  Die Nacht darauf hatte die Herzogin einen schweren Traum. Es erschien ihr Johannes der Täufer und redete sie also an: „Stehe auf, Frau, und rüste 50 gewappnete Männer, auf daß sie eilend dem Fürsten nachfolgen, denn sein Leben ist in Gefahr.“ Die Fürstin erwachte und vollzog in großer Angst und Hast den Befehl ihres himmlischen Beschützers. Inzwischen jagten die Grafen mit dem Herzog in der Gegend des Berges Wely, suchten ihn von seinen Gefährten zu trennen und plötzlich fielen sie über ihn her, banden ihn und warfen ihn zu Boden, ja sie sprangen zur Kurzweil mit ihren Pferden über ihn weg. In solcher Angst und Noth betete Herzog Jaromir voll Sehnsucht zu Gott und seinem Schutzpatron St. Johannes. Die Grafen aber spotteten seiner: Weder Gott noch St. Johannes könnten ihn mehr aus ihren Händen erretten. Sie nahmen ihn und banden ihn aufrecht zwischen zwei Eichen fest. Da kommt der Jäger Hovoran, der seinen Herrn gesucht hatte, auf den Schauplaß des Frevels, entseget sich, kehrt sogleich um, um Hülfe zu holen, stößt auf die von der Herzogin abgeschickten Reiter, theilt ihnen mit, was er gesehen und legt sie in einen Hinterhalt, auf daß sie seines Winkes gewärtig seien. 
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