sagen:sagenbuchlausitzii-125
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| + | ====== Die große Linde auf dem Nikolai-Kirchhofe in Görlitz ====== | ||
| + | Mündlich. | ||
| + | Samml. von Schön No. 65. msc. | ||
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| + | === I. === | ||
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| + | Die [[geo: | ||
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| + | === II. === | ||
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| + | Andere erzählen sich von dieser Linde eine andere Geschichte. Der wackere Pfarrer Martin Moller, welcher zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts in Görlitz das Wort Gottes mit großem Eifer predigte, obwohl er zuletzt erblindet war (wie man an seinem Bildnisse in der Sakristei der Peterskirche sehen kann), machte es nicht allen seinen Kirchkindern recht; denn er war ein gar gelehrter und mildgesinnter, | ||
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| + | ach Gott, wie manches Herzeleid\\ | ||
| + | Begegnet mir in dieser Zeit!\\ | ||
| + | Der schmale Weg ist trübsalvoll, | ||
| + | Den ich zum Himmel wandern soll.\\ | ||
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| + | Als es nun mit dem vielangefochtenen blinden Pfarrer zu Ende ging, da sagte er zu den Seinen: „Wenn ich werde gestorben sein, so pflanzt auf mein Grab als Denkmal eine junge Linde mit den Zweigen in die Erde. So gewiß diese Linde wachsen wird, so gewiß habe ich auch Gottes Wort rein und lauter gelehrt und gepredigt.“ Dieser sein letzter Wille geschah und was er gesagt hatte traf ein, so daß Alles sich hoch verwunderte und viele gläubig wurden. | ||
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