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sagen:sagenbuchlausitzii-118

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 Das Regiment der Stadt scheint er sehr strenge geführt zu haben, denn die Sage berichtet, er habe einmal einen Bürger hinrichten lassen, blos weil er im umgekehrten Pelze zu seinem Weibe und Kindern in die Badestube gegangen sei, um sich mit diesen einen Scherz zu machen. (Gegen die Mummerei der Agnete Fingerin war er weniger streng). Auch wird erzählt, er habe seinen Gärtner wollen stranguliren lassen, weil er abgefallenes Obst gegessen. Das Regiment der Stadt scheint er sehr strenge geführt zu haben, denn die Sage berichtet, er habe einmal einen Bürger hinrichten lassen, blos weil er im umgekehrten Pelze zu seinem Weibe und Kindern in die Badestube gegangen sei, um sich mit diesen einen Scherz zu machen. (Gegen die Mummerei der Agnete Fingerin war er weniger streng). Auch wird erzählt, er habe seinen Gärtner wollen stranguliren lassen, weil er abgefallenes Obst gegessen.
  
-//Anmerkungen: Die Veranlassung zu der ersten Pilgerreise ist vielleicht historisch; einige aufgefundene gerichtliche Notizen sollen dafür sprechen. – Agnete Fingerin begleitete ihn nicht auf der ersten, sondern auf der zweiten Meise. Ihr Geschlecht war kein Geheimniß; in der oben citirten Beschreibung der Reise ist die Mede von „zwei Eheleuten aus Görlitz.“+//Anmerkungen: Die Veranlassung zu der ersten Pilgerreise ist vielleicht historisch; einige aufgefundene gerichtliche Notizen sollen dafür sprechen. – Agnete Fingerin begleitete ihn nicht auf der ersten, sondern auf der zweiten Meise. Ihr Geschlecht war kein Geheimniß; in der oben citirten Beschreibung der Reise ist die Rede von „zwei Eheleuten aus Görlitz.“
  
-Auch Agnete Fingerin, welche sehr reich war, machte eine Bußstiftung, bestehend in regelmäßigen Brodlieferungen an die Arnien. Solches Brod nannte man nach ihrem Namen Agnetenbrod, doch heißt es auch Pochnetenbrod (Meister apud Hoffmann 1. 2. 36.) Es wurde 1563 abgeschafft.//+Auch Agnete Fingerin, welche sehr reich war, machte eine Bußstiftung, bestehend in regelmäßigen Brodlieferungen an die Armen. Solches Brod nannte man nach ihrem Namen Agnetenbrod, doch heißt es auch Pochnetenbrod (Meister apud Hoffmann 1. 2. 36.) Es wurde 1563 abgeschafft.//
  
 //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862//
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