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sagen:sagenbuchlausitzii-099

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 Geht man die sogenannte kleine Straße von Nieder-Neundorf aus nach Neukrausche zu, so trifft man nicht weit davon, wo sich der Weg nach Zodel wendet, eine Stelle an, worauf jederzeit ein Haufen dürres und grünes Reisig liegt, da jeder Vorübergehende sein Scherflein dazu thut. Diese Stelle nennen die Leute "den todten Jungen", und fragt man nach der Ursache dieser sonderbaren Benennung, so erzählen sie folgende Geschichte.  Geht man die sogenannte kleine Straße von Nieder-Neundorf aus nach Neukrausche zu, so trifft man nicht weit davon, wo sich der Weg nach Zodel wendet, eine Stelle an, worauf jederzeit ein Haufen dürres und grünes Reisig liegt, da jeder Vorübergehende sein Scherflein dazu thut. Diese Stelle nennen die Leute "den todten Jungen", und fragt man nach der Ursache dieser sonderbaren Benennung, so erzählen sie folgende Geschichte. 
  
-Ein Schafjunge, welcher in [[geo:Deschka]] diente und seines Herrn [[typ:schaf|Schafe]] hütete, hatte sich einmal in's Gras hingelegt und war eingeschlafen. Dabei waren die sich selbst überlassenen Schafe auf des Nachbars Feld gegangen und hatten es abgeweidet. Der beschädigte Bauer, ein jähzorniger Mann, sah es, eilte herzu und gab dem Schafjungen ein Paar so grobe [[typ:ohrfeige|Ohrfeigen]], daß er auf der Stelle todt niederfiel. Um die That zu verheimlichen, schleppte er ihn in den Wald und [[typ:hängen|henkte]] ihn an einen Baum, als wenn er sich selbst [[typ:selbstmord|entleibt]] hätte. Die Leute, welche ihn dort fanden, glaubten es auch nicht anders und der rechte Grund wäre unentdeckt geblieben, wenn den Bauer nicht das Gewissen geschlagen und er noch auf seinem Todtenbette dem [[typ:Pfarrer]] die Wahrheit bekannt hätte.+Ein Schafjunge, welcher in [[geo:Deschka]] diente und seines Herrn Schafe hütete, hatte sich einmal in's Gras hingelegt und war eingeschlafen. Dabei waren die sich selbst überlassenen Schafe auf des Nachbars Feld gegangen und hatten es abgeweidet. Der beschädigte Bauer, ein jähzorniger Mann, sah es, eilte herzu und gab dem Schafjungen ein Paar so grobe Ohrfeigen, daß er auf der Stelle todt niederfiel. Um die That zu verheimlichen, schleppte er ihn in den Wald und henkte ihn an einen Baum, als wenn er sich selbst entleibt hätte. Die Leute, welche ihn dort fanden, glaubten es auch nicht anders und der rechte Grund wäre unentdeckt geblieben, wenn den Bauer nicht das Gewissen geschlagen und er noch auf seinem Todtenbette dem Pfarrer die Wahrheit bekannt hätte.
  
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 //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862//
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sagen/sagenbuchlausitzii-099.1681757770.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)