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sagen:sagenbuchlausitzii-086

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-Als im Jahre 1429 die [[volk:Hussiten]] zum ersten Male [[geo:bautzen|Budissin]] belagerten, spielte der [[typ:Stadtschreiber]] Peter Prischwitz den Verräther. Er hielt es heimlich mit dem Feinde, verdarb das Pulver, gab den Belagerern Nachricht von Allem, was in der Stadt vorging, durch Schriften, welche er um [[typ:pfeil|Pfeile]] gewickelt heraus in's Lager schoß, er versprach endlich für hundert Schock [[typ:Groschen]] und einen Ruhegehalt von zehn Schocken den Feinden die Thore zu öffnen, wobei er sein Haus durch einen unter das [[typ:Fenster]] eingemauerten Ziegelstein kenntlich machen wollte, damit es nicht auch ausgeplündert werden möchte. +Als im Jahre 1429 die [[volk:Hussiten]] zum ersten Male [[geo:bautzen|Budissin]] belagerten, spielte der Stadtschreiber Peter Prischwitz den Verräther. Er hielt es heimlich mit dem Feinde, verdarb das Pulver, gab den Belagerern Nachricht von Allem, was in der Stadt vorging, durch Schriften, welche er um Pfeile gewickelt heraus in's Lager schoß, er versprach endlich für hundert Schock Groschen und einen Ruhegehalt von zehn Schocken den Feinden die Thore zu öffnen, wobei er sein Haus durch einen unter das Fenster eingemauerten Ziegelstein kenntlich machen wollte, damit es nicht auch ausgeplündert werden möchte. 
  
-Allein die [[typ:verrat|Verrätherei]] gelang nicht, der Sturm der Hussiten ward abgeschlagen und der Feldhauptmann Bruno von Koldig entdeckte Ales. Prischwitz erhielt seine gerechte [[typ:Strafe]]. Am 6. December des gedachten Jahres auf einer Kuhhaut durch die Straßen auf den Richtplatz geschleift, wurde ihm erst der Leib aufgeschnitten, das [[typ:Herz]] herausgerissen und um das Gesicht geschlagen, darauf der Körper in vier Theile zerstückelt an die vier Hauptbasteien der Stadtseite, wo der Feind gestürmt hatte, gehängt und sein Kopf in [[typ:Stein]] gehauen über den Thoren dieser Basteien eingemauert. Einer von diesen ist noch jetzt an der St. Nikolaipforte zu sehen.+Allein die Verrätherei gelang nicht, der Sturm der Hussiten ward abgeschlagen und der Feldhauptmann Bruno von Koldig entdeckte Ales. Prischwitz erhielt seine gerechte Strafe. Am 6. December des gedachten Jahres auf einer Kuhhaut durch die Straßen auf den Richtplatz geschleift, wurde ihm erst der Leib aufgeschnitten, das Herz herausgerissen und um das Gesicht geschlagen, darauf der Körper in vier Theile zerstückelt an die vier Hauptbasteien der Stadtseite, wo der Feind gestürmt hatte, gehängt und sein Kopf in Stein gehauen über den Thoren dieser Basteien eingemauert. Einer von diesen ist noch jetzt an der St. Nikolaipforte zu sehen.
  
 //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862//
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-{{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz2 oberlausitz bautzen ortssagen 1429 hussiten belagerung pulver verrat pfeil schock groschen strafe vierteilen kuhhaut schleifen}}+{{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz2 v2a}}
sagen/sagenbuchlausitzii-086.1681822543.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)