sagen:sagenbuchlausitzii-082
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| + | ====== Sagen über die Erbauung von Budissin, den Protschenberg und die Ortenburg ====== | ||
| + | Frenzel, Chronik v. B. f. 1. | ||
| + | Frenzel, nomenclator in script. II. 28. | ||
| + | Ejd. lex. slav, I. 199. msc. | ||
| + | Sintenis, d. Oberlausitz I. 62. | ||
| + | O. u. N. L. Chron. S. 265. | ||
| + | A. Böhland, die merkwürdigen Schicsale der O. L. 1831. S. 19. | ||
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| + | === I. === | ||
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| + | Da wo jetzt das [[typ: | ||
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| + | === II. === | ||
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| + | Anno 958 hat Burggraf Wetzlaw, nachdem er im Jahre 921 die Ortenburg erbaut hatte, die Stadt Budissin gegründet und dadurch einem Gelöbniß Genüge geleistet. Denn er hatte seiner schwangeren Gemahlin, welcher der Ort gar wohl gefallen, versprochen, | ||
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| + | === III. === | ||
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| + | Um das Jahr 880 ward die Stadt Budissin von einem mährischen Fürsten, der Budesin oder Budeslaw geheißen und dem böhmischen Herzoge Hortiwitz von der Mutter her befreundet gewesen, erbauet. Dieser Budeslaw hat die ganze Gegend eine Zeit lang beherrscht, bis er endlich von dem Böhmerherzoge Spitignew im Jahre 927 wegen eines Aufstandes abgesetzt und das Land wieder zum Herzogthume [[region: | ||
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| + | === IV. === | ||
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| + | Schon die ältesten Herzöge von Sachsen und Westphalen schrieben sich Herrn von Budissin (Budsecie). [[vip: | ||
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| + | === V. === | ||
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| + | In alten Zeiten, als in der [[region: | ||
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| + | - //Manche leiten Ortenburg von Othinburg ab und wollen so eine mythologische Spur im Namen finden. Das ist wohl irrthümlich. Drt heißt Spitze, Berg (Dann auch Gränze). Ortenburg ist einfach ein eben solcher Bleonasmus wie „Ortelsspitze“. Das Dorf Ortrand an der Oberlausitzischen Gränze bedeutet Gränzrand.// | ||
| + | - //Bei Erwähnung des althochdeutschen Wortes Ort Spitze, Gränze, will ich nicht unterlassen zu bemerken, daß der in der Lausitz sowie im Altenburgischen gebräuchliche Ausdruck: Oehrte, Oerthe, Aerte auf dieselbe Wurzel zurückzuführen ist. | ||
| + | Im Altenburgischen laden die Gastwirthe auf dem Lande in den Wintermonaten ein „zum Oerthenschmaus “. In der Lausitz heißt Oerte (sprich Ihrde) so viel alo Zeche, Mechnung, die Oerte machen = Rechnung machen; dann auch die Gesellschaft, | ||
| + | Zum Schluß will ich noch eine Hamburger Sage berichtigen. In Hamburg heißt ein halbes Glas Wein „ein Polschen“. Wenn man fragt warum, so sagt der Hamburger: weil die Polschen (Polnischen) Juden aus Geiz immer blog Schnitte tranken. Das Wort ist aber slavischen Ursprungs; pol heißt entweder einfach „halb“ oder hat die Bedeutung von Paßglas; polo heißt ein abgegränztes Feld. Was aber bedeutet in manchen Städten (auch der Lausitz) die Polseite?// | ||
| + | - //Was den Namen Budissin betrifft, so kommen die Sagen II. und III. der Wahrheit am nächsten; denn nach einer sehr dankenswerthen Mittheilung des Archivarius şulatoboky in Deutschbrod (N. L. Mag. Bd. 37. S. 497) bedeutet Budissin Stadt, Ort der Budise, was für einen weiblichen Eigennamen erklärt wird. Budissin ist von einer Frau Namens Budise gegründet, wie Lubin von der Luba, Devin von der Deba u. s. m.// | ||
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sagen/sagenbuchlausitzii-082.1681594123.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
