sagen:sagenbuchlausitzii-001
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| + | ====== Von den Völkern, welche früher die Oberlausitz bewohnten ====== | ||
| + | A. Frenzel, hist. eccl. Schönaviens. msc., | ||
| + | nach einer Aufzeichnung in einem alten Kirchenbuche von Jauernitz | ||
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| + | Die Gegend, welche jetzt [[region: | ||
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| + | Anfänglich nannten sie sich Tuisconen oder Tuitzschonen, | ||
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| + | Später bewohnten [[volk: | ||
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| + | Also ist der Deutschen Ruhm, Sitte und Recht in dieser Gegend getilgt worden, daß nicht das geringste Andenken oder Merkzeichen mehr vorhanden, wo ihre Wohnungen, Städte und Dörfer gestanden, oder wie sie geheißen haben, etliche wenige ausgenommen, | ||
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| + | //1. Vgl. Th. I. No. 1 u. 2 Wo der berühmte heilige Hain der Sueben (Semnonen) gelegen habe, ist eine schwierig zu lösende Frage. Die alten Chronisten nennen die Görlitzer Gegend, Andere den Spreewald, Preusker die untere Elstergegend bei Schlieben. Was Görlitz betrifft, so stellt sich der Verlegung des Haines nach dieser Gegend allerdings die allgemeine Annahme entgegen, daß in der südlichen Lausitz die Silinger gesessen haben, die Semnonen jedoch weiter nördlich.// | ||
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| + | //2. Viel deutlicher, sicherer und wichtiger als die drei oben genannten Ortsnamen sind die Spuren der keltisch - germanischen Urbevölkerung | ||
| + | a ) in den Namen der Flüsse: Elster (vgl. Th. I. No. 181. 14), urkundlich 1213 alestra, wend. balstrow (das h ist der slavische spiritus asper) vom ahd. alhs heil. Hain, Heiligthum; Spree (bei Ditmar „spreva“, | ||
| + | Preusker bringt in seiner ausführlichen Abhandlung (Blicke 2. II. 95 ff.) auch die Neiße (urkundl. nisa, nizza) mit dem deutschen Verbum „netzen, benetzen“ in Verbindung und erklärt Queiß (urkundl. Quiez) für gleichbedeutend mit „weiß“ ( die „ Wittiche" | ||
| + | b) Die mit cyklopischer Kraft aufgethürmten Felsenaltäre (s. Th. I. No. 13-20), welche von Celten und Germanien, nicht aber von Slaven errichtet zu werden pflegten | ||
| + | c) Mehre Namen derselben (Th. 1. No. 13. 14. 16. bezüglich No. 18.) | ||
| + | d) Stein- und Bronzewaffen von so hohem Alterthum, daß sie unzweifelhaft der vor slavischen Periode angehören.// | ||
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| + | //3. Inwieweit viele der vorliegenden Sagen ein urdeutsches und zugleich autochthones Gepräge aufweisen, wie ich dies besonders von den meisten Zwergsagen des ersten Theiles behaupten möchte, dies stelle ich den Kennern anheim. Die Möglichkeit ist vorhanden, denn sicher wird nicht die gesammte deutsche Bevölkerung dem Andrange der Slaven. Besonders in den Gebirgsgegenden mochte sich das Deutschthum, | ||
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| + | //4. Daß Slaven die Ureinwohner der Lausitz gewesen sein könnten, wird nach den gründlichen Untersuchungen von Palady und Schaffarit wohl Niemand mehr behaupten. Vgl. auch die von der Oberlaus. Gesellsch. der Wissenschaften zu Görlitz gekrönte Preisschrift: | ||
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sagen/sagenbuchlausitzii-001.1676447607.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
