sagen:sagenbuchlausitzi-333
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| - | Aber der Hauptmann hatte sein treues Schlachtroß lieb und wollt' es um keinen Preis lassen. Ueber dem Feilschen kamen beide Kriegsmänner in [[typ:Streit]], gaben sich gegenseitig harte und ehrenrührige Worte, und drohten einander dies und jenes. Darüber rief der von Nostitz seine Leute herbei, ließ den schwedischen | + | Aber der Hauptmann hatte sein treues Schlachtroß lieb und wollt' es um keinen Preis lassen. Ueber dem Feilschen kamen beide Kriegsmänner in Streit, gaben sich gegenseitig harte und ehrenrührige Worte, und drohten einander dies und jenes. Darüber rief der von Nostitz seine Leute herbei, ließ den schwedischen Hauptmann fesseln, warf ihn ins Gefängniß und machte ihm den Prozeß, weil er gesagt haben sollte: Er würde dem Rittmeister einen rothen Hahn auf das Dach setzen. Wie sehr sich der Gefangene nun auch verschwor, daß er diese Drohung nicht ausgestoßen habe, so wurde er doch verurtheilt, |
| Als er nun dieses Urtheil vernommen, da hat er immerfort geschrieen: Nostitz, Du hast das Urtheil im Finstern gemauset! Wehe über Dich und über Deine Kinder! – Aber was half ihm das Geschrei? Er wurde alsobald den Berg hinauf zur Richtstätte geführt. Auf dem Wege dahin wollte er von einem Zuspruch der Geistlichkeit nichts wissen, sondern schrie immerfort: „Wehe über Dich, Hans Christoph von Nostitz, Du Bluthund! Verflucht seist Du, verflucht sei der Platz, wo ich mein Blut vergießen werde: darauf soll nimmermehr kein Gras wachsen.“ | Als er nun dieses Urtheil vernommen, da hat er immerfort geschrieen: Nostitz, Du hast das Urtheil im Finstern gemauset! Wehe über Dich und über Deine Kinder! – Aber was half ihm das Geschrei? Er wurde alsobald den Berg hinauf zur Richtstätte geführt. Auf dem Wege dahin wollte er von einem Zuspruch der Geistlichkeit nichts wissen, sondern schrie immerfort: „Wehe über Dich, Hans Christoph von Nostitz, Du Bluthund! Verflucht seist Du, verflucht sei der Platz, wo ich mein Blut vergießen werde: darauf soll nimmermehr kein Gras wachsen.“ | ||
| - | Und der [[typ:Fluch]] ist in Erfüllung gegangen. Der Rittmeister von Nostitz wurde bald darauf in seinem eigenen Hofe erstochen. Der älteste Sohn ist in Polen jämmerlich umgekommen und in Stücke zerhauen worden; der andere ward in Haugsdorf ermordet und der dritte und letzte ist in Rothenburg über der Abendmahlzeit von einem seiner eigenen Unterthanen, | + | Und der Fluch ist in Erfüllung gegangen. Der Rittmeister von Nostitz wurde bald darauf in seinem eigenen Hofe erstochen. Der älteste Sohn ist in Polen jämmerlich umgekommen und in Stücke zerhauen worden; der andere ward in Haugsdorf ermordet und der dritte und letzte ist in Rothenburg über der Abendmahlzeit von einem seiner eigenen Unterthanen, |
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