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sagen:sagenbuchlausitzi-327

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     Laus. Mon. Schr. 1805 S. 217.     Laus. Mon. Schr. 1805 S. 217.
  
-In der Mitte des vorigen Jahrhunderts, als einige Einwohner von [[geo:GräfenhainKönigsbrück|Grävenhain]] in der [[typ:ernte|Heuernte]] begriffen waren, kam eines Tages plötzlich eine finstere Wolke hoch über ihnen daher gebraust. Die regnete Steine, stärker als eine Mannesfaust und von runder Gestalt. An den benachbarten Bergen (wo sich die [[typ:stein|Steine]] zweifelsohne losgerissen) leuchtete es wie von blauen Flammen und dröhnte wie ein ferner [[typ:Donner]]. Der Sturm schnitt das Gras von der Erde ab, als wäre es mit einem Scheermesser weggeschoren.+In der Mitte des vorigen Jahrhunderts, als einige Einwohner von [[geo:GräfenhainKönigsbrück|Grävenhain]] in der Heuernte begriffen waren, kam eines Tages plötzlich eine finstere Wolke hoch über ihnen daher gebraust. Die regnete Steine, stärker als eine Mannesfaust und von runder Gestalt. An den benachbarten Bergen (wo sich die Steine zweifelsohne losgerissen) leuchtete es wie von blauen Flammen und dröhnte wie ein ferner Donner. Der Sturm schnitt das Gras von der Erde ab, als wäre es mit einem Scheermesser weggeschoren.
  
-Die [[typ:heu|Heuschober]] wurden aufgehoben und verschwanden in der Wolke, und man hat nie wieder Etwas von ihnen gesehen. Da sagte eine Tagelöhnersfrau zu ihrem Manne: "Wir wollen nach Hause gehen, hole das Zeug! Du siehst ja, daß der jüngste Tag kommt!" Unerschrocken antwortet ihr der Mann: "Du Narr! wenn der jüngste Tag kommt, brauchen wir das Zeug nicht."+Die Heuschober wurden aufgehoben und verschwanden in der Wolke, und man hat nie wieder Etwas von ihnen gesehen. Da sagte eine Tagelöhnersfrau zu ihrem Manne: "Wir wollen nach Hause gehen, hole das Zeug! Du siehst ja, daß der jüngste Tag kommt!" Unerschrocken antwortet ihr der Mann: "Du Narr! wenn der jüngste Tag kommt, brauchen wir das Zeug nicht."
  
 //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862//
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-{{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz GräfenhainKönigsbrück wundersagen stein regen sturm ernte heu gras}}+{{tag>sagen karlhaupt sagenbuchderlausitz1 oberlausitz GräfenhainKönigsbrück wundersagen stein regen sturm ernte heu gras v2}}
  
sagen/sagenbuchlausitzi-327.1674639756.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)